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Thema Iran – Verschiedene Blickwinkel

26 Mrz

Wer sich wie ich für das Thema Iran interessiert, dem empfehle ich folgende Links.

 

Vor kurzem gab es ein heiß diskutiertes Interview des ZDFs mit dem iranischen Präsidenten, Mahmud Ahmadinedschad, und Klaus Kleber. Vielen Beobachtern fiel das selbstsichere Auftreten und die strategisch intelligente Art des Präsidenten auf. In dem Interview bezeichnete Ahmadinedschad das Streben nach einer Atombombe als allgemein unmoralisch und nicht zeitgemäß. Es sei daher keinesfalls die Absicht Irans. Er wirkte dabei sehr überzeugend. Um so wichtiger finde ich den Hinweis eines Exiliraners (der deutsch-iranische Schriftsteller SAID) in der Sendung Sternstunden, dass dem iranischen Präsidenten nicht zu trauen sei, da er dafür bekannt ist seine Prinzipien austauschbar zu halten. Kann es tatsächlich sein, dass Irans Präsident sehr geschickt eine Hinhaltetaktik verfolgt und dies seit Jahren? Mehr dazu in diesem interessanten Gespräch:

 

Die Gesichter des Irans

 

Sehr interessant muss auch der Zeichentrickfilm Persepolis sein, der autobiographisch die Ereignisse während der islamischen Revolution beschreibt. Nachfolgend ein Trailer, den Film findet man zur Zeit ebenfalls auf Youtube in deutscher Sprache. Update: Der Film ist einfach grossartig!

 

 

Zuletzt möchte ich auf zwei Sendungen der Arte-Reihe „Mit offenen Karten“ verweisen. Die erste Sendung widmet sich dem Iran und seinen Beziehungen zu den Nachbarländern. Hier wird deutlich, dass sich der Iran umringt von instabilen Ländern befindet und zunehmend von amerikanischen Militärstützpunkten eingekreist wird. Es zeigt auch die historische Bedeutung der iranischen Nation und das besondere Potential des Landes.

 

Gleichwohl bedroht der Iran Israel und es besteht die Gefahr, dass der Iran eine Atombombe baut. Israel erwägt deshalb den Iran anzugreifen, doch was würde dies für die gesamte Region bedeuten? Mit diesem hypothetischen Szenario beschäftigt sich diese Ausgabe der Sendung:

 

 

 

Update: Und zusätzlich 2 Dokumentationsfilme von Arte. Ich muss gestehen, dass ich den Wahlbetrug und die Niederschlagung des Protests im Iran im Sommer 2009 gar nicht mehr so deutlich in Erinnerung hatte. Nachdem ich nun den Film „Persepolis“ und die Dokumentation „Stimmen des Irans“ angesehen habe, ist mir ganz anders. Die Menschen im Iran, die einem skrupellosen Regime unterworfen sind, können einem nur leid tun. Das ist mein Bild der Situation. Der Westen darf davor nicht die Augen verschliessen und muss klug handeln, um die Menschen dort zu unterstützen, denn es ist offensichtlich dass das Regime vom Volk nicht gewollt ist. Es ist offenkundig, dass es ein verbrecherisches Regime ist.

 

„Irans grüner Sommer“

 

 

 

Stimmen aus dem Iran„:

 

 

 

 

 

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5 Antworten zu “Thema Iran – Verschiedene Blickwinkel

  1. wendepunkte

    März 27, 2012 at 7:10 am

    Was Ahmadinedjad alles anstellt, sieht für uns oft unlogisch und gegenüber der Weltpolitik schlichtweg dumm aus – wer vermasselt schon bewusst die Verhältnisse zu fast jedem anderen Land? – aber auf einer Iranistikkonferenz im letzten Herbst wurde eine interessante These vertreten, mit der alles plötzlich Sinn macht: Alles, auch die scheinbare Außenpolitik des Irans, ist eigentlich Innenpolitik. Betrachtet man nun z.B. das Verhalten gegenüber Amerika, zeigt der Präsident dadurch, dass der Iran die besseren Werte hat o.ä. und im Gerede über Atombomben, dass der Iran stark ist und als starke, moralische Macht gegen die Welt stehen kann. Natürlich müsste man das alles etwas differenzierter beobachten und analysieren, aber der erste Ansatz dieser These scheint es wirklich wert zu sein weiterzudenken und die These zu prüfen…

     
    • tinyentropy

      März 27, 2012 at 1:22 pm

      Ja, so ist es. In dem verlinkten Gespräch wird auch gesagt, dass die Taktik wohl darauf abzielt im nahen Osten eine Führungsposition einzunehmen und Stärke zu demonstrieren: Viele Statements sollen gezielt in den umliegenden arabischen Ländern Eindruck machen. Eine interessante These. Es stimmt, normalerweise steht die Innenpolitik im Zentrum dessen, was Politiker machen.

       
  2. Frank

    März 27, 2012 at 12:54 pm

    Das dritte Video bestätigt meine Vermutung, dass im Falle einer Bombardierung auch mit einer radioaktiven Kontamination der Umgebung zu rechnen ist. Dass sie so weiträumig ausfallen könnte, hätte ich nicht gedacht. Okay – in dem Video geht es um das Kernkraftwerk Buschehr, aber in der Nähe der als Bombardierungsziel diskutierten Anlage bei Natanz leben ja auch ein paar Menschen.

    Selbstverständlich wäre es reichlich naiv, Ahmadinedjad einfach alles zu glauben, nur weil er sagt: Wir bauen keine Bombe. Seit wann glauben wir ungeprüft, was Politiker sagen? Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass Israel nicht einfach mal so – nur auf Verdacht, ohne jeden Beweis – in fremden Ländern irgend etwas bombardieren darf. Atomanlagen jedenfalls schon gar nicht.

     
    • tinyentropy

      März 27, 2012 at 2:16 pm

      Genau, das Video macht deutlich, dass es kaum eine andere Lösung des Konflikts gibt, als dass Israel und der Iran sich miteinander versöhnen. Das wiederum hängt von so vielen Vorbedingungen (Rückbau der Siedlungen, etc.) ab, dass man es für sehr unwahrscheinlich halten muss. Es ist aber die einzige Lösung. Ansonsten wird der Iran eine Atombombe besitzen, wenn er sie denn baut. Und militärisch wäre dies kaum zu verhindern, ohne dass die Region ins absoulte Chaos stürtzt. Ich muss kapitulieren, mir ist dieser Sachverhalt zu komplex, um ihn beurteilen zu können. LG

       

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