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Archiv der Kategorie: Rückblick / Weitblick

Rückblick/Weitblick

Eintagsfliege Deutschland

Wenn die Deutschen nicht ein Gedächtnis wie eine Eintagsfliege hätten, könnte dieses Land gerechter sein und echt was aus sich und Europa machen. Stattdessen lebt man in den Tag hinein, so wie es unsere Kanzlerin vorlebt. Ohne Vision, ohne Gedächtnis. Man könnte diesen Zustand auch als Demenz bezeichnen. Auf jeden Fall attestiere ich dieser Gesellschaft ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Atomausstieg, Finanzkrise, Griechenlandkrise, Snowden, NSU, Flüchtlingskrise, Türkeideals. All diese Dinge wurden mehr schlecht als recht gelöst. Zusätzlich ist Europa in Gefahr und es gibt keine Zinsen für das Ersparte. Symptome für schwelende Probleme: Aber hey, uns geht es doch super. Was interessiert mich der morgige Tag!? Ich bin doch nur eine deutsche Eintagsfliege.

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Anders als Merkel…

Ohne Erdogan würde ich mich nach wie vor darüber freuen, wenn eine laizistische Türkei zu Europa gehörte.

Leider hat Merkel das in einer andere Richtung gelenkt mit ihrer ‚privilegierten Partnerschaft‘. 

 
 

Das Trump Perpetuum mobile, oder das lange Leben Totgesagter

Wir alle werden erleben, dass sich Donald Trump lange an der Macht halten wird. Denn Trumps Wähler wollen unbedingt, dass er im Amt Erfolg hat.

Trump wurde wider alle Vernunft gewählt, um ein Zeichen zu setzen. Diese gewaltige Demonstration des Trotzes darf natürlich nicht scheitern – sonst müssten sich Trumps Wähler ihren Fehler eingestehen. Und das wird nicht geschehen. Schließlich liegt Verweigerung gegenüber der Realität im Keim der Trump-Bewegung. Was sollte sich daran jetzt ändern.

Was wird dieses Phänomen bedeuten? Schließlich bleiben die meisten von Trumps Forderungen aus dem Wahlkampf unerfüllbar in der Realität. 

Es könnte bedeuten, dass der neue Präsident Trump von seinen Wählern so oder so am Ende seiner Amtszeit gefeiert wird – für jedes kleine bißchen, in dem sie sich wiederfinden können. Für alle nicht erfüllten Wahlversprechen hingegen werden sich Ausreden finden – Ausreden auf Seiten des Volks. 

Es wird mehr als eine Amtszeit brauchen, bis auch Donald Trump mit normalen Maßstäben gemessen wird – zumindest von Seiten seiner Anhängerschaft. Republikaner lernen sowieso nichts aus Fehlern der Vergangenheit. Man schaue sich an, wie schnell die katastrophale Amtszeit von George W. Bush in Vergessenheit geriet, als die Republikaner Präsident Obama jede Zusammenarbeit verweigerten.

Offen bleibt nur, wie sich das andere Lager, die Demokraten, gegenüber Donald Trump verhalten werden.

Erstellt auf meinem Smartphone

 

Die Mär von der harten Kanzlerin

Die schwarze Witwe“ hieß sie einst, da sie viele politische Konkurrenten aus dem Weg räumte. Dieses Image haftete Angela Merkel lange an. Aber bitte, wir sprechen hier von Zauntigern à la Christian Wulff oder Norbert Röttgen. Selbst Frank Walter Steinmeier hatte sich damals ihr gegenüber zahm wie ein Gummibärchen verhalten. Alles keine ernst zu nehmenden politischen „Gegner“.

Dieses „Killer-Image“ einer Frau, die eiskalt ihre Ziele erreicht, haftet Merkel unflüchtig weiter an. Dabei spricht die Realität dagegen. Sowohl die Präsidenten Putin als auch Erdogan führen Merkel ein ums andere mal vor, und ebenso Herr Seehofer. Erdogan lässt aktuell über die Wiedereinführung der Todesstrafe abstimmen, da ihn die Warnungen aus Europa wenig interessieren. Merkels unverrückbarem Rückhalt scheint er sich gewiss.

Aber halt! Ist es Merkels Schuld? Vielleicht ja nicht. Denn womit soll sie drohen? 

Europa ist kriegsmüde, scheut militärische Drohgebärden. Und das ist gut so! Doch andererseits eröffnet dies den Blick auf eine philosophische Frage: „Kann man gut sein, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt?“. Können wir es ignorieren, wenn uns der IS den Krieg einseitig erklärt? Sicher nicht, auch wenn es die Politik derzeit krampfhaft versucht.

Und wenn es China, die Türkei oder gar Russland wären, die uns mit aller Dreistigkeit versuchen sollten, uns zum militärischen Handeln zu zwingen, wie beispielsweise in Syrien? Als linker Geist würde ich sagen: Ja, wir müssen das ignorieren und dürfen uns nicht provozieren lassen. Aber ist das realistisch? Ich weiß es nicht. Ich bin tatsächlich ratlos gegenüber diesem Dilemma. 

Allerdings leuchtet mir ein: Ein Krieg gegen Russland beispielsweise, sollte es jemals wieder dazu kommen, würde unsere Welt an den Abgrund – vielleicht darüber hinaus – treiben. Ist dies zu verhindern, koste es, was es wolle, folgerichtig nicht aller oberstes Gebot!? Ich denke, das ist es, unumstößlich! Die Konsequenzen wären sonst katastrophal. 

Doch wie kommt man aus der Zwickmühle heraus, dass die Despoten dieser Welt die vermeintliche “Schwäche Europas“ (aus Gründen der Einsicht und Vernunft nicht mehr in den Krieg zu ziehen) schamlos für die Durchsetzung ihrer Interessen auszunutzen im Stande sind!? Darüber muss ich nachdenken. Sanktionen und politische Isolation kommen mir zwar in den Sinn, aber im Falle Nord Koreas, als Beispiel, scheinen sie wirkungslos. Was aber bleibt?

 

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Mit Rechts diskutieren

Wir haben es verlernt, uns mit Rechten auseinanderzusetzen.

Im Umgang mit Rechten bringt es nichts, über „unsere Werte“ zu sprechen (bspw. anlässlich der Beschimpfungen gegen Spitzenpolitiker zum Tag der deutschen Einheit). Denn Rechte fühlen sich als die Hüter konservativer Werte. Dahinter können sie sich mit Wortakrobatik verstecken – und das stundenlang.

Man muss sie wieder und wieder darauf zurückbringen, was dieses Land durch rechte Kräfte, vor allen den Nazis, erlitten hat. Man muss sie zwingen, Stellung zu der oft grausamen Diskriminierung von Menschen zu nehmen, die im Namen rechter Gruppen geschehen sind. Sie müssen in ihrem blanken Rassismus entlarvt werden, denn dieser lässt sich auch von ihnen argumentativ nicht halten.

Es geht darum, Menschen rechter Gesinnung darauf festzunageln, wie sich Deutschland als isoliertes Land in einer globalisierten Welt langfristig halten könnte. Denn das müssten sie uns entgegen vieler wirtschaftlicher Fakten erklären. Eines der besten Argumente gegen ihre Thesen ist wohl die Geschichte der damals isolierten DDR.

Man kann niemanden von seinem Rassismus abbringen. Aber man kann und muss diesen entlarven. Ich hoffe sehr darauf, dass offener Rassismus in unserer Gesellschaft nicht mehrheitsfähig ist oder jemals wieder sein könnte.

Ein ständiges Problem bei Podiumsdiskussionen ist, dass rechte Politiker ausweichen und wieder und wieder ins Geschwafel um Werte und nationale Identität abdriften wollen. Dagegen könnte eine klare Begrenzung der Redezeit von allen Diskutanten helfen, so wie zusätzlich das Recht eines Moderators, die Redezeit bei klaren inhaltlichen Wiederholungen oder Abschweifungen vorzeitig zu entziehen. (Gut wäre eine repräsentative Jury, die die Entscheidung des Moderators gegebenfalls korrigieren könnte, damit dessen Objektivität gewahrt bleibt.) Entscheidend sind die Zuhörer zuhause. Rechtsgesinnte Menschen achten nicht darauf, dass ihre Kandidaten sich ständig wiederholen. Ihnen muss deshalb möglichst objektiv aufgezeigt werden, dass die geäußerten Sätze ihrer Fürsprecher trotz ihrer Vielzahl einfach inhaltsleer sind.

Vielleicht würde auf diese Art entlarvt werden, dass z.B. AfD-Politiker keine konstruktiven Vorschläge für Probleme wie prekäre Arbeitsverhältnisse, demografischer Wandel und Globalisierung vorbringen, außer das Geld von Immigranten abzuziehen.

 

Syrien – Hintergründe der Krise

Sunniten und Schiiten:

 

Wie groß ist Big Data?

​Diese Frage stellt der folgende entsprechend benannte Artikel:

https://www.brandeins.de/archiv/2016/digitalisierung/wie-gross-ist-big-data

Das Thema Big Data habe ich hier auch schon behandelt. Damals aus einer gesellschaftlich-moralischen Sicht – unter dem Aspekt, was Big Data mit und aus uns machen wird.

Seitdem bin ich beruflich in dieses Feld eingestiegen und habe viel gelernt. Davon vielleicht mehr ein andermal 😉

Siehe auch: https://tinyentropy.com/2015/01/25/die-kinder-von-big-data/

 

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