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Archiv der Kategorie: Top Artikel

Überforderte Gesellschaft

Die Trump-Wahl hat mir den Rest gegeben. Ich denke, dass ich meine Liebe für die Politik vorerst aufgebe. In Zeiten von Brexit und Trump lohnt kein sinniges Argument mehr. Was soll man noch sagen. Das letzte Wort behalten leider diejenigen, die wie die „Drei Affen“ durch’s Leben schreiten, oder lautstark brüllen. Mit beiderlei Menschen kann man überhaupt nicht mehr diskutieren; nicht weil sie dumm wären, sondern weil sie jedes Gespräch boykottieren. Es kommen sicher wieder andere Zeiten, aber im Moment regiert die Unvernunft um uns herum, und die Leute überall finden es gut. Gute Nacht, liebe Welt.

 

Das Non-Zero-Informationsparadoxon

Stellt euch vor, Ihr müsstet eine knifflige Geschäftsverhandlung führen, bei der beide Seiten extrem auf ihren Vorteil bedacht sind. Um Eure Ziele ohne Abstriche durchsetzen zu können, müsst Ihr die Gegenseite extrem unter Druck setzen. 

Wie gelegen käme es da, wenn Ihr auf Umwegen von einem dunklen Geheimnis Eures Verhandlungspartners erfahren hättet, das sich als perfektes Druckmittel anbietet. Sehr gelegen! 😉 Und Hand aufs Herz, wer hätte die moralische Stärke, davon keinen Gebrauch zu machen, so lange es niemand erfährt. Es geht immerhin um sehr, sehr viel! Und die Gelegenheit macht Diebe.

Gut und schön. So weit das Gedankenexperiment. Nun zur Realität und dem Titel des Beitrags. Ich empfinde es nämlich zunehmend als Mysterium, dass es noch keine enthüllenden Presseberichte über gezielte Manipulationen von (Spitzen-)Politikern, basierend auf der Informationsbeschaffung ausländischer Geheimdienste, gibt. Es muss diese Form von Erpressung geben – denn wir wissen bereits, dass Angela Merkel, die UN und die europäische Kommission gezielt bespitzelt und ausgehorcht wurden. Also, selbst wenn die Schaffung des enormen Erpressungspotenzials nicht der Primärzweck dieser illegalen Aktionen gewesen wäre, würden die gesammelten Daten einen Mißbrauch geradezu provozieren, so verlockend ist die Möglichkeit! Das zeigt schon unser Gedankenexperiment weiter oben. Es wäre geradezu paradox, dass dies nicht permanent geschehen sollte im politischen Alltag!

Leider widmen sich die Medien diesem Thema nicht. Wer suchet, der findet, heißt es so schön. Und daher fehlt es offenbar an der investigativen Aufklärung des Themas durch unsere Medien. Ein klarer Widerspruch zwischen Möglichkeit und Realität. Ein Schelm, der diese Versäumnisse der Medien nicht wiederum für ein mehr als fragliches Paradoxon hält 😉

 
 

Do not trust your peers – Amazons wachsendes Problem [1. Update]

Ich bin sicherlich nicht der einzige, der inzwischen beinahe blind Produkte von Amazon anhand ihrer Bewertung kauft. Das sollte man aber natürlich nicht unüberlegt tun. Für Verkäufer stellt es keinen großen Aufwand dar, die eigenen Produkte mit vorgetäuschten Kundenrezensionen beliebter zu machen. Und das lohnt sich zweifelsohne.

Uns allen ist das Problem im Prinzip vertraut. Aber wirklich Sorgen hat man sich nicht darum gemacht. Zumindest meine Annahme war bis dato immer, dass die Redaktion von Amazon allzu offensichtlich gefälschte Kundenkommentare herausfiltert. Und tatsächlich habe ich bisher hauptsächlich gute Erfahrung mit den Empfehlungen anderer Kunden gemacht. Aber Vorsicht, dies scheint sich nun massiv zu ändern!

Dies möchte ich an folgendem Beispiel demonstrieren: ich war auf der Suche nach einer neuen Schwimmbrille. Dabei fiel mir folgendes Produkt sofort ins Auge, das 15 Top-Bewertungen, also eine makellose Bilanz, aufweisen kann:

https://www.amazon.de/Nr-1-Schwimmbrille-Auf-Amazon-Schwimmkappe/dp/B01HO9P5I6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1473795508&sr=8-1&keywords=schwimmbrille+Amazon

Interessant wird es natürlich erst, wenn man die einzelnen Rezensionen liest. Denn dann stellt man schnell fest, dass die meisten Rezensionen in sehr schlechtem Deutsch verfasst sind und einem gemeinsamen „Stil“ folgen. Es handelt sich wahrscheinlich um automatisch übersetzte Rezensionen – diese haben aber nichts in den Rezensionen bei Amazon-Deutschland zu suchen! Denselben schlechten Schreibstil, der von Grammatikfehlern nur so wimmelt, finden wir im Angebotstext. Ferner ist auffällig, dass viele Rezensionen an denselben Tagen erstellt wurden.

Ein Schelm, der in der Konstellation aus Preis und Stil der Rezensionen direkt an das Reich der Mitte denkt. Wir wollen nicht voreilig sein und überprüfen daher das Impressum des Herstellers und siehe da: 1Focus hat seinen Sitz in Hongkong.

So ergibt sich ein vollständiges Bild. Es handelt sich hier um einen der typischen Fälle, bei denen chinesische Firmen ihre Produkte bei Amazon einlagern und von Amazon versenden lassen. Dies wurde bereits unter dem Titel „Amazons unfaires China-Business“ in der Heise-Presse beleuchtet. Das Thema hat sicher viele Aspekte, was aber diesen Fall besonders macht, ist, dass im Titel sogar damit geworben wird, dass es die bei Amazon beliebteste Brille sei! Amazon ist somit in der ganzen Prozesskette involviert: der Werbung, dem Durchwinken der Pseudo-Rezensionen, dem Versand und natürlich der Plattform im Internet an sich. Das hat schon einen sehr bitteren Beigeschmack.

Amazon spielt hier mit dem Kern seiner Glaubwürdigkeit – zunächst einmal auf Kosten der Verbraucher. Das ist übel.

Dieser Artikel wurde auf einem Smartphone erstellt – Anmerkung der Redaktion

Update 1:

Im genannten Beispiel hat sich etwas getan. Amazon hat auf meinen Hinweis offenbar insofern reagiert, dass nun alle Bewertungen gelöscht wurden. Das finde ich gut.

Das ist schon mal ein erster wichtiger Schritt. Die Frage ist, ob sich das Spiel nun wiederholt. Was meint Ihr, genügt das?

 

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Generation A(-B)

Wer A sagt, muss auch B sagen. Und zu einer Kritik gehört Tatkraft. Eigentlich.

Beides sind Attribute, die den heute 30- bis 59-Jährigen fehlen. Wir sind die Generation “bequem und mutlos“. Dies zeigen die Zahlen einer Umfrage bei Spiegel Online:

Umfrage unter 30- bis 59-Jährigen: Mir geht es gut – aber Deutschland ist ungerecht – SPIEGEL ONLINE

Der klare Befund der Befragten: Deutschland sei und werde immer ungerechter. Die Vermögen sind ungerecht verteilt. So heißt es in der Statistik des Artikels:

„70 Prozent der Befragten glauben, in Deutschland habe die Kluft zwischen Arm und Reich in den vergangenen drei bis vier Jahren zugenommen, nur sieben Prozent sehen sie nun kleiner. Und 64 Prozent empfinden die Verteilung von Vermögen und Einkommen als nicht gerecht, lediglich 14 Prozent haben das Gefühl, in einer gerechten Gesellschaft zu leben.“

Ein Moment zum Innehalten. Nur 14% der Befragten haben das Gefühl, in einer gerechten Gesellschaft zu leben, und die meisten davon sehen klare Zeichen für eine weitere Verschlechterung in den nächsten Jahren.

Ich würde sagen: “Glückwunsch, die Herrschaften und Damen, Ihre Diagnose stimmt!“ 

Also, was ist zu tun? 

Die Antwort auf meine rhetorische Frage klingt für viele Ohren links-terroristisch: Umverteilen. Das Gespenst des Kapitalismus!

Aber ernsthaft; welche Alternative gibt es denn zu einer Umverteilung von Vermögen, wenn sich diese in einer krassen Schieflage zwischen Arm und Reich in Deutschland verteilen? Und mehr noch gesellt sich dazu die Beobachtung, dass seit Jahrzehnten die politischen Weichen auf eine immer größer werdende Schieflage zusteuern. Wäre es nicht schon ein Gebot der Vernunft mal wieder umzusteuern?

Zurück zu der Umfrage. Die Meinungen der Befragten zu Maßnahmen der Umverteilung fasst der Artikel wie folgt zusammen: 

Dummerweise erhält aber keine einzige derartige politische Maßnahme eine Mehrheit unter den 30- bis 59-Jährigen – weder die Einführung einer Vermögensteuer für Reiche oder die Anhebung des Spitzensteuersatzes für Gutverdiener noch die Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes. Im Gegenteil, 70 Prozent halten es für „besonders wichtig“, dass Sozialhilfeempfänger deutlich weniger Einkommen haben als Erwerbstätige. Nicht einmal für einen höheren Mindestlohn spricht sich eine Mehrheit der Befragten aus.“ 

(…)

Grundsätzlich haben die 30- bis 59-Jährigen jedoch wenig Probleme mit Ungleichheit – solange diese auf die eigene Leistung zurückzuführen ist. Im Gegenteil, sie fordern sogar deutliche Unterschiede als Ausdruck von Gerechtigkeit.

Darin entlarvt sich die geistige Indoktrinierung der untersuchten Altersgruppe. Es werden krampfhaft die Ideale des Kapitalismus hochgehalten und alles links davon stehende verteufelt. Zwei Auffassungen sind zentral: 1.) Der Glaube, dass Leistung im modernen Kapitalismus das Prinzip der Gerechtigkeit steuere, und 2.) Der Wunsch, dass es ganz klar noch eine Klasse unterhalb der eigenen gibt. Beides sind gängige Trostpflaster im kapitalistischen System. Und insbesondere die Leistungsgerechtigkeit wird von den Wirtschaftseliten zunehmend ignoriert, da sich sonst viele Boni nicht rechtfertigen ließen.

Um ein Fazit zu ziehen: Was steckt hinter dem Gesellschaftsbild der Studienteilnehmer? Die Zusammenfassung des Artikels gibt Aufschluss:

Mir geht es gut, sogar besser als zuvor – aber diese Gesellschaft ist ungerecht und wird zunehmend ungerechter. So lässt sich die Stimmung der 30- bis 59-Jährigen in Deutschland zusammenfassen.

Die Leute sind harmoniebedürftig. Sie selbst fühlen sich eher der Elite als den Verlierern zugehörig, weil sie die Relationen von Reichtum längst nicht mehr begreifen. Der einfache Arbeiter stellt sich das Leben von Superreichen gar nicht mehr vor. Es ist eine getrennte Lebenswelt, ohne verbindenden Bezug. Das ist absurd. Die Leute assoziieren sich mit einer Schicht, die sie nicht kennen. Weil sie sie nicht kennen. Einen realen gesellschaftlichen Bezug gibt es nur noch nach unten gerichtet. Sozialhilfeempfänger und Flüchtlinge wollen mit ans low-budget Büffet, an die Brotkrumen der Gesellschaft.

Die Leute sind lethargisch, ihnen fehlt der Mut nicht bloß A, sondern folgerichtig auch B zu sagen. Hinzu kommt politisches Desinteresse und damit einhergehend die Ignoranz der krassen Widersprüchlichkeiten in den Lebensrealitäten in Deutschland. Was soll man da noch sagen, außer „Aufwachen, liebe Leute!“. Aber das einzige, was hilft, ist, dass die Leute die Katastrophe erleben werden, auf die wir zusteuern.


Artikel auf dem Smartphone erstellt – Kleinere Fehler bitte zu entschuldigen

 
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Verfasst von - September 9, 2016 in Politik, Gesellschaft, Top Artikel

 

Samsung Galaxy Note 7 vorgestellt – Abgesang für eine Ikone

Dieses mal hat sich jedes Detail der Vorab-Leaks bestätigt. Das Galaxy Note 7 bricht mit der stolzen Tradition seiner Vorväter und verleugnet seine edle Abstammung. Es will am liebsten wie das S7 edge sein und zeigt dies mit der Namensgebung, welche die Zahl 6 überspringt. Doch anders als dieser Zahlensprung vermuten lässt, springt Samsung zu kurz: Mit kleinem Akku, überflüssigem Iris-Scanner und einer für diese Features völlig überzogenen UVP. So verpasst es Samsung zudem noch, ein zumindest preislich ansprechendes Angebot für Aufgewärmtes zu machen. Eine große Chance wurde vertan. Und ich muss nun nach Alternativen suchen.

Samsung Galaxy Note 7 vorgestellt – 20 Minuten Hands-On mit dem Flaggschiff [4k] https://allaboutsamsung.de/?p=39931101

 

Schrei!

Manchmal möchte ich laut schreien! Meine ganze Wut herauslassen und die Menschheit angiften. Dieses Gesocks, welches unsere Welt verschandelt, sich benimmt, als wäre es alleine im Universum, und so abartig ist in vielen Dingen. 

Als Kind schrieb ich aus diesem Grund mal ein Gedicht – es hieß ‚Wir sind traurig‘. An einige Zeilen kann ich mich noch erinnern:

Ich bin traurig. 

Weil mir unsere Welt, so nicht gefällt. 

Wenn Atombomben geschmissen werden, kriegen Menschen die Beschwerden. 

Ich bin traurig.

Das Gedicht war sehr lang. Nicht bloß diese paar Verse. Ich wünschte, es hätte keine Gründe gegeben, es nicht kurz zu halten. Doch unsere Welt ist voll davon – voll von traurig stimmenden Anlässen. Sie war es damals, sie ist es geblieben; die Konstante in der Gleichung, das sind wir – die Menschen! 

Was mich aber am meisten ärgert ist die Dummheit der Menschen. Es gibt so schrecklich viele, schrecklich dumme Menschen. Um es mit Agent Smith aus den Matrix-Filmen zu sagen: Ich kann sie riechen – es stinkt (mir) entsetzlich! Doch man kann Ihnen nicht aus dem Weg gehen. Leider. Dieser faulige Gestank überdeckt alles um mich herum.

Am meisten verachte ich die falschen Götzen der Menschen. Ihren naiven Gottesglauben, aus dem sie die Rechtfertigung für üble Taten gegen Andersgläubige ableiten. Oder die Macht, die die Menschen verehren und ihr zu Ehren jedes Mitgeschöpf auf dem Altar opfern würden. So wie es Banker, Zocker und Mafiosi, Politiker und Lobbyisten sofort zu tun bereit sind. Diener ihrer eigenen Habgier. Und ich meine auch die Verehrung von Statussymbolen und dem äußeren Schein – diese Art, wie sie die Menschen blind für das Wesentliche macht

Vielleicht wird mir nach Jahrzehnten auf dieser Kugel mehr und mehr bewusst, dass ich wirklich einzigartig bin. Nicht im positiven oder negativen Sinne. Aber eben einzigartig. Isoliert und fremd auf dieser Welt. Inkompatibel im Geiste. Zu wenig Mainstream. Zu anspruchsvoll im Denken. Gelangweilt vom großen Rest.

 
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Verfasst von - Juli 18, 2016 in Top Artikel

 

Das Hamburger Problem

… ist die Elb-Philarmonie, oder nicht!?

Nein. Zumindest nicht im Sinne dieses Beitrags. Hier ist nicht von der weihevollen Stadt an der Elbe die Rede, sondern von etwas handfestem: Dem Hamburger als Fastfood!

Nun, nach dieser Klarstellung möchte ich das Problem beschreiben – obwohl es jeder kennt: Ein Hamburger ist Fastfood und kann nie etwas anderes sein. Genausowenig wie ein Döner. Warum ist das so?

Hamburger und Döner sind zu groß für einen Happen und ihre strukturelle Integrität nimmt mit jedem Bissen ab. Anders gesagt, sie neigen zum breiigen Zerfall, so bald ihnen mehr als ein paar Stücke von einem hungrigen Munde entrissen wurden. Beginnt man sie zu essen, ist man in einer Spirale des Zerfalls. Einzige Lösung ist, man beeilt sich und isst in gierigen Happen alles weg. Das ist das Hamburger Problem (denn der Hamburger hat in diesem Land die ältere Geschichte im Vergleich zum Döner)*.

Zweite – nicht minder dramatische Beobachtung – sowohl Hamburger als auch Döner sind mit kalten Zutaten befüllt und nach mehreren Seite offen, so dass sie sehr schnell auskühlen. Dies bewirkt zusätzlich, dass man sich beim Essen immer sehr beeilt und beide Produkte daher unweigerlich immer als Fastfood konsumiert werden.

Alles in allem bedeutet das Hamburger Problem leider eine natürliche Einschränkung für das kulinarische Potenzial dieser, meiner Leibspeisen – da beißt auch die Maus keinen Faden ab. 

* Anmerkung der Redaktion: Auch, dass der Islam zu Deutschland gehört, spielt in diesem Beispiel keine Rolle. 

 

Nix Kochtopf – ich Frau!

Wenn Mann heutzutage noch eine Frau will, die auch kochen kann, muss er sie sich backen.

Was leben wir doch in beschissenen Zeiten 😉

Dass Frauen eine der schönsten (gemeinsamen) kulturellen und sozialen Aktivitäten in der Moderne aufgegeben haben – und sie nun verteufeln, ist traurig und zeugt von der aktuell unreifen Phase des weiblichen Verständnisses von Emazipation. Die meisten jungen Frauen halten sich für extrem emanzipiert, und haben doch gar nichts davon verstanden. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich ihre geistigen Vorkämpferinnen regelmäßig dafür schämen, wie Emanzipation von Frauen heute interpretiert wird.

Diesbezüglich wäre mir das Leben als Mann in jedem anderen Jahrhundert lieber – Frauen in diesen Jahrzehnten sind leider unnötig kompliziert und oft ziemlich ätzend. Da heißt es rund um die Uhr: “Ich, Ich, Ich!“. Daran scheint sich nichts zu ändern.

 
 

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Beschiss

In meinem Leben habe ich so einige Toiletten in Forschungszentren zu sehen bekommen und ich kann es nicht fassen, wie beschissen die Hygienemaßnahmen mancher Kollegen aussehen. Da sieht’s genauso asozial auf den Klos aus wie zu meiner Schulzeit.

Umso erstaunlicher, wenn man sieht, wie zivilisiert das Leben außerhalb des stillen Örtchens abläuft – gerade so, als wären Toiletten ein Stück Exil-Wildnis, in der das Neanderthal-Generbe zum Ausbruch getriggert wird. Dabei habe ich mir sagen lassen, dass Frauen-WCs oft noch schlimmer als Männer-WCs aussehen sollen – doch dieses Maß an Steigerung übersteigt mein kühnstes Vorstellungsvermögen.

Und so lernt man nebenbei am stillen Ort – nicht bloß ich scheiße auf meine Mitmenschen.

Euer, Misanthrop von der Front

 
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Verfasst von - Juni 21, 2016 in Top Artikel

 

Atomlasten für den Steuerzahler

Nun also ist es offiziell: Für läppische 23 Milliarden Euro Einmalzahlung übernimmt der Staat die Kosten für den Rückbau der Atomkraftwerke von den Betreibern.

Wann merken die Leute endlich, dass Merkels Politik dieses Land zugrunderichtet?

– Atompolitik
– Flüchtlingspolitik
– Griechenlandkrise
– Bankenkrise
– NSA-Krise
– NSU-Aufklärung (Verfassungsschutz Beteiligung)
– TTIP

Faule Kompromisse bei jedem dieser Punkte. Die Frau verachtet Steuerzahler und Kleinverdiener. Warum auch immer. Stattdessen könnte sie als Lobbyistin arbeiten.

Bevor die Leute das endlich checken, ist ohnehin schon alles zu spät. Jüngstes Beispiel ist die Staatsübernahme der Atomlasten. Ein ungeheurer Skandal!

Edit:

Zum Vergleich:

https://www.flughafen-berlin-kosten.de/

http://www.n-tv.de/ticker/Atommuell-Bergung-aus-der-Asse-koennte-zehn-Milliarden-kosten-article16953601.html

 
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Verfasst von - April 27, 2016 in Rückblick / Weitblick, Top Artikel

 

Deutschland: Ein Land, das seine Würde verloren hat

Es ist ungeheuerlich, was inzwischen über die Mittäterschaft des Bundesamtes für Verfassungsschutz und seiner Abteilungen in den Ländern bei der NSU-Terrorserie bekannt ist:

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/mitten-in-deutschland-nsu/sendung/der-nsu-komplex-100.html

Die Rekonstruktion des Unfassbaren – Artikel auf ZEIT ONLINE

Umso schlimmer wäre es, wenn dies weiterhin folgenlos für die politisch Verantwortlichen bliebe. Es geht hier um das Rückgrat unserer Demokratie. Wollen wir es hinnehmen, dass dieser Staat mit einem Sollbruch in dieser elementaren Stütze des Systems weiter lebt? Wo bleiben verdammt noch mal die Proteste der Deutschen? Ein Drecksland ist das. Und der Verfassungsschutz hat diesen Namen schlichtweg nicht verdient.

Wenn auch weder Merkel noch Gauck endlich das Maul aufmachen und mit harter Hand Reformen durchsetzen, dann wissen wir, welchem Zweck die digitale Ausspionierung durch Verfassungsschutz und BND der Gesellschaft, einschließlich ihrer Spitzenpolitiker, in Wahrheit dient. Kanzlerin und Bundespräsident – ausgehöhlte, ausschließlich dem Schein dienende Ämter von Dienstes Gnaden.

Siehe auch:

http://www.tinyentropy.com/2012/06/30/verfassungsschutz-kopfe-mussen-rollen/

 

Immer mehr Überwachung – Der Grund

Mehr Überwachung wird von politisch Verantwortlichen im Zuge der Terrorbekämpfung immer und immer wieder gefordert. Warum eigentlich?

Weil die Zusammenarbeit zwischen den Staaten Europas katastrophal ist und jeder Dienst deshalb möglichst unabhängig von anderen Diensten auf alle digital verfügbaren Informationen zugreifen möchte. Wie katastrophal die konventionelle Terrorbekämpfung grenzübergreifend ist, zeigt ein aktueller Beitrag in der Sendung Frontal21:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2710920/Terroristen-auf-der-Durchreise (“Terroristen auf freier Tour durch Europa“)

Okay, damit wäre der Grund für die ständigen Forderungen nach mehr Überwachung verständlich. Aber ist dies der richtige Weg?

Nein! Die Dienste und Staaten eines vereinten Europas müssen lernen sich besser abzustimmen. Dringend. Unabdingbar. Es kann, es darf nicht immer auf Kosten der Bürgerrechte gehen. Vor allem auch, weil die Rechnung einfach nicht aufgeht. Ich arbeite selbst im Bereich Big Data Analytics. Man muss einfach wissen, wie schwierig es ist, die Nadel im Heuhaufen zu suchen – auch mit fortschrittlichsten Algorithmen und großen Rechenzentren. Ich bezweifle ganz einfach, dass es genügend kompetente Experten gibt – ja, geben kann – um die inzwischen gesammelten Daten schlüssig und sinnvoll auszuwerten, und zwar prädiktiv, nicht retrospektiv, wie es meist geschieht. Etwas unvorhergesehenes zu prognostizieren ist einfach schwierig.

 

Was man erwarten darf!

Alle Muslime sind dazu aufgerufen, sich öffentlich vom IS zu distanzieren. Der so genannte Islamische Staat vereinnahmt den Islam und dagegen müssten sich Muslime viel deutlicher wehren. Millionen von Muslimen auf Europas Strassen, die gegen den IS protestieren, wären ein SEHR wichtiges Zeichen.

 
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Verfasst von - März 23, 2016 in Politik, Gesellschaft, Top Artikel

 

Ein neuer Terror?

Ich bleibe dabei, dass das Ausmaß der Übegriffe gegen Frauen, sowie das zeitgleiche Auftreten in mehreren Städten Anzeichen für organisiertes Verhalten der Täter – kurz organisierte Kriminalität – geben.

In dieser Hinsicht hätte ich Verständnis dafür, dass die Verantwortlichen bei der Polizei das Gesamtbild nicht anhand von Einzeltätern festmachen wollten. Und deren Identitäten nicht an die Presse weitergaben.

Ich denke, das klingt plausibel. Aber umso schlimmer wäre dann, dass man die eigenen Streifenpolizisten so sehr im Stich gelassen hatte – während der Ereignisse, als eine Hundertschaft verweigert wurde, und danach in der öffentlichen Diskussion von Seiten Hr. De Meizeires zum Beispiel.

So oder so. Merkel trägt die Hauptverantwortung für diese Zustände.

Update (10.01.2015):

Justizminister Maas vermutet Planung hinter den Aktionen an Silvester.

Update (11.01.2015):

Polizei sieht keine Hinweise für geplante Aktion

Update (29.01.2015):

“Die Männer wussten genau, wie sie den Westen treffen.“

 
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Verfasst von - Januar 7, 2016 in Top Artikel

 

Star Wars – Zwischen den Planeten von Mann und Frau

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Menschliche Partnerschaften sind in vielen Fällen kein Abbild von Harmonie und Perfektion, sondern Konstrukte zum Ausgleich individueller Unzulänglichkeiten. Die Partner kompensieren für sich gegenseitig unreife Aspekte der Psyche.

Das klappt am besten bei Menschen, die in vielerlei Hinsicht Mittelmaß verkörpern. Bei ihnen ergeben sich große Schnittmengen zwischen den Bedürfnisprofilen. Das ist auch der Grund, warum Partnerschaften de facto das vorherrschende Gesellschaftsmodell sind.

Viel schöner – und viel seltener – sind wahre Liebesbeziehungen, die nicht kompensatorischer, sondern synergetischer Natur sind. Die zwei Liebenden ergänzen sich nicht vorwiegend in ihren charakterlichen Mängeln, sondern im Schnitt ihrer Interessen und des gegenseitigen Verständnisses.

Letzteres ist umso schwieriger zu finden, je mehr man sich vom Durchschnitt der Bevölkerung unterscheidet. Man braucht dazu enorm viel Glück, was nicht jedem beschieden ist.

Frauen wollen immer die große Liebe. Sie verkennen dabei, dass man viele sinnliche Freuden im Leben verpasst, wenn man auf etwas wartet, dessen Erfüllung vom Zufall der Begegnung abhängt. Als Mann sehe ich hingegen gar nicht ein, nicht auch die flüchtige Nähe von mir sympathischen, attraktiven Menschen zu genießen. Das Leben ist kurz und nicht nur die Seele hat Bedürfnisse. Warum soll man sich Freuden nehmen, anstatt das Schicksal genußvoll zu ertragen?

Es ist doch ein falscher nonnenhafter Geist daran zu glauben, dass die Erlebnisse – ob geistiger oder vor allem sexueller Art – mit einem anderen Menschen nur dann wahrhaftig wären, wenn man sich für den Rest des Lebens an diesen Menschen bindet. So ein Quatsch. Nicht jedes – oft voreilig als ONS antizipiertes Abenteuer – ist schlecht, wenn es doch die Basis für ein tieferes sich Kennenlernen sein kann. Wichtig ist, dass die Chemie stimmt und man sich mag. Alles andere sind überzogene Erwartungen und Beschneidungen der Freude.

 
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Verfasst von - Dezember 20, 2015 in Top Artikel

 

Sehr verehrte Frau Dr. Merkel,

Ich bewundere Sie aufrichtig für die Ausführung Ihres sehr schwierigen Berufs. Meine Kritik möge bitte nicht so verstanden werden, dass ich Ihr Engagement für Deutschland infrage stelle. Aber Deutschland – ich meine, was man darunter versteht – ist eine Auslegungssache. Und mir scheint, dass Sie die Interessen Deutschlands ganz anders definieren, als ich.

Dafür sind zwei mögliche Gründe denkbar. Der naheliegende wäre, dass Sie aufgrund Ihrer politischen Tätigkeit einen tiefgehenden Überblick über die internationale Interessenslage Deutschlands haben. In diesem Fall ist Ihr Handeln hoffentlich davon bestimmt, was aus Ihrer Sicht für Deutschland im globalen Kontext wichtig ist. Der zweite denkbare Grund ist, dass Sie sich nicht wirklich um Belange der Bürger kümmern, sondern bloß um Machterhalt und Kontrolle. Doch leider lassen sich Ihre wahren Motive bisher nicht aus Ihren politischen Taten – respektive unterlassenen Maßnahmen – erschließen.

Konkret möchte ich ansprechen, dass sich die Politik nicht um den Datenschutz kümmert und aktiv dabei mithilft, ihn auszuhöhlen. Wie schon im Falle der Finanzkrisen der Banken und Griechenlands werden alle Warnzeichen ignoriert. Anstatt Edward Snowden für seine Enthüllungen und seinen Mut zu würdigen, stellt man ihn ins Abseits.

Aus der Sicht eines autoritären Staates wäre dies zu verstehen. Doch leben wir in einer Demokratie, die sich im wahrsten Sinne des Wortes auf Aufklärung gründet. Und sie gründet sich auf Meinungsfreiheit und der Gewissheit der Menschen, dass sie ihre Meinung artikulieren können, ohne dass dies ständig protokolliert wird. Denn es ist wichtig, dass man in der geschützten Privatsphäre alles sagen darf, damit jegliche Meinung Leben entfalten kann.

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Was ist der Islam?

Eine Fangfrage, denn “den Islam“ gibt es nicht! Diejenigen, die auf eine einfache Antwort auf die Frage nach der inneren Struktur des Islams gehofft haben, werden hier nicht fündig. Mit meinem Artikel möchte ich darlegen, dass der Islam viele verschiedene Strömungen in sich vereint und man sich damit auseinander setzen muss, um die Spannungen in dem arabisch/afrikanisch/asiatischen Vebreitungsgebiet des Islams verstehen zu können. Eine Reihe von Folgen meiner Lieblingssendung “Mit offenen Karten“ erklärt die Zusammenhänge und erläutert die Unterschiede zwischen Sunniten, Schiiten, Salafisten und den eigentlich nicht in den Islam passenden Kämpfern des selbst ernannten Islamischen Staates.
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Die Kinder von Big Data

Ein wesentlicher Aspekt der Faszination, die Wissenschaftler und Ingenieure längst vergangener Tage in der Rückschau auf uns ausüben, ist, wie sie aus der Masse der Menschen zur damaligen Zeit herausstachen. Eine Eigenschaft, die man mit Genie beschreibt.

Doch wo es Licht gibt, gibt es Schatten. So waren die Gelehrten jener Tage vereinzelte Leuchttürme im Ozean der Menschheit, über dem ein dicker Nebel der Unwissenheit lag. Der Großteil der Menschen vertraute auf die Religion und machte sich wenig Gedanken darüber, wie die Welt um sie herum im einzelnen funktioniert.

Innovation und Kreativität lagen damals auf den Schultern einiger weniger. Die Gesamtproduktivität der Menschen war dementsprechend gering. Mit der Aufklärung und der fortschreitenden schulischen Ausbildung der Massen stieg die Produktivität seitdem um ein Vielfaches an. Seit ein paar Jahrzehnten ist sie förmlich explodiert. Es ist demzufolge eine vertretbare These, dass die Gleichgültigkeit gegenüber den uns umgebenden Mechanismen, die die Geschicke dieser Welt und unseres Alltags lenken, eine Bremse des menschlichen Fortschritts war, die überkommen wurde.

So weit so gut. Aber wo stehen wir mit diesem Prozess in der Moderne?

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Verfasst von - Januar 25, 2015 in Top Artikel

 

Hamstern 2.0 (Ein Gastbeitrag zur Diskussion über die Vorratsdatenspeicherung)

Wie die politischen Jäger und Sammler in der virtuellen Welt auf ihr archaisches Recht pochen

Grundgesetz Artikel 10: (1) Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.

Das Grundgesetz in seiner Urform war ein Schriftstück von inhaltlicher und formaler Schönheit. Kurze Sätze mit klaren Aussagen. Das Verklausulierte und die zahlreichen Appendixe, die unser Grundgesetz in seiner bestechenden Urform im Laufe der Jahre zu einer schwer lesbaren Sowohl-als-auch-Papier verkommen ließen, sind vielfach zeitgeistige Beifügungen und gummierte Girlanden, die eine hohe Lust am Ungefähren erkennen lassen. Das Grundgesetz als Arbeits-Beschaffungsmaßnahme für Juristen.
Punkt

Artikel 10, Absatz 1 besteht auch heute in seiner Urform und entwickelt mit den verklungenen Begriffen »Brief«, »Post« und »Fernmeldegeheimnis«, einen anachronistischen Charme. In Gänze lautete er: „Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich. Beschränkungen dürfen nur auf Grund eines Gesetzes angeordnet werden“.

Der zweite Satz wurde abgehängt und im Zuge der Notstandsgesetzgebung als Absatz 2 erweitert: Absatz 2: Beschränkungen dürfen nur auf Grund eines Gesetzes angeordnet werden. Dient die Beschränkung dem Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder des Bestandes oder der Sicherung des Bundes oder eines Landes, so kann das Gesetz bestimmen, daß sie dem Betroffenen nicht mitgeteilt wird und daß an die Stelle des Rechtsweges die Nachprüfung durch von der Volksvertretung bestellte Organe und Hilfsorgane tritt.

Wie Studenten ungewollt Grundgesetzes-Änderungen erwirkten

Die »Notstandsgesetze« machten es 1968, aus Sicht der Politik, notwendig insgesamt 27 Änderungen am Grundgesetz vorzunehmen. Die heutige Fassung des Artikels 10 wurde am 28. Juni 1968 festgeschrieben. Die Notstandsgesetze sollten die Handlungsfähigkeit des Staates bei Aufstand, Kriegen und Naturkatastrophen erweitern. Genau genommen wurde hier der Handlungsspielraum des Bürgers eingeschränkt und die Politik gestattete sich eine flexiblere Auslegung der Formulierung: Freiheitliche, demokratische Grundordnung. Es war eine Verkleinerung des demokratischen Spielraumes des Bürgers.

Was waren die Gründe? Die Sturmflut von Hamburg (1962) mag eine Rolle gespielt haben, in deren Verlauf der damalige Hamburger Innensenator Helmut Schmidt sich über bestehendes Recht hinwegsetzte, damit Berühmtheit erlangte, in dem er die Bundeswehr zum Noteinsatz nach Hamburg berief. Was laut Verfassung nicht vorgesehen war. Sechs Jahre später waren es nicht die Gezeiten, sondern die studentischen Kräfte der »Außerparlamentarischen Opposition« (APO), die den bundesdeutschen Politiker glauben ließen, hier würde zum Sturm auf die demokratische Festung geblasen. Eine Rechtfertigung der Grundgesetzänderungen sah man später in der Gewalt der RAF. Angst ist kein guter Ratgeber.

In seiner Biografie »Erinnerungen« schreibt der damalige Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder und SPD Politiker Carlo Schmid (Einer der »Väter« des Grundgesetzes) zu den Notstandsgesetzen: „Im Falle des Unvermögens einer Landesregierung, den Gefahren mit Polizeikräften zu wehren, sollte die Bundesregierung zu deren Unterstützung Streitkräfte zum Schutz ziviler Objekte und für die Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer einsetzen können“.
Ausschlaggebend für die Änderungen des Grundgesetzes war tatsächlich das vehemente studentische Aufbegehren, das zunehmend als Bedrohung wahrgenommen wurde. Hierzu schreibt Carlo Schmid: „Dies rief heftige Diskussionen über angebliche Absichten der Regierung hervor, dem Bundestag des Entwurf eines Notstandsgesetzes vorzulegen“. Von der RAF war zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu sehen. Es ist sogar anzunehmen, dass das restriktive Vorgehen der Politik die studentischen Aktivitäten noch befeuerten.

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Verfasst von - Januar 15, 2015 in Datenschutz, Gastbeiträge, Top Artikel

 

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Sispeks | Skepsis – Alles hat zwei Seiten

Der moderne Mensch ist gebrochen. Er lebt zwischen Vernunft und den Sehnsüchten seiner romantischen Gefühle. Seine Suche nach Wahrheit und Gewissheit verläuft ähnlich wie Sisyphos Schicksal und lässt ihn am Sinn des Lebens zweifeln. Die stetige Ergebnislosigkeit seiner Bemühungen führt den Menschen hinein in eine Stimmung der Melancholie, aber sie muss nicht in eine hoffnungslose Depression führen. Der Melancholie lassen sich stattdessen positive Aspekte abgewinnen. Denn zu wissen, dass unser Schicksal unbestimmt und offen ist, verschafft uns die Freiheit unser Leben zu gestalten. Die melancholische Seite unserer Existenz sollten wir spielerisch nehmen und uns den Umgang damit erleichtern. Optimismus und Leichtigkeit helfen uns, das Leben trotz allem zu genießen. Denn in der gesunden Skepsis steckt jede Menge positives.

Diese und andere Erkenntnisse verspreche ich Euch bei der neuesten Ausgabe des philosophischen Radios:

=> http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/60/605148/wdr5dasphilosophischeradio_2015-01-02_20-05.mp3

 
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Verfasst von - Januar 15, 2015 in Philosophie, Top Artikel