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Archiv der Kategorie: Top Artikel

Überforderte Gesellschaft

Die Trump-Wahl hat mir den Rest gegeben. Ich denke, dass ich meine Liebe für die Politik vorerst aufgebe. In Zeiten von Brexit und Trump lohnt kein sinniges Argument mehr. Was soll man noch sagen. Das letzte Wort behalten leider diejenigen, die wie die „Drei Affen“ durch’s Leben schreiten, oder lautstark brüllen. Mit beiderlei Menschen kann man überhaupt nicht mehr diskutieren; nicht weil sie dumm wären, sondern weil sie jedes Gespräch boykottieren. Es kommen sicher wieder andere Zeiten, aber im Moment regiert die Unvernunft um uns herum, und die Leute überall finden es gut. Gute Nacht, liebe Welt.

 

Das Non-Zero-Informationsparadoxon

Stellt euch vor, Ihr müsstet eine knifflige Geschäftsverhandlung führen, bei der beide Seiten extrem auf ihren Vorteil bedacht sind. Um Eure Ziele ohne Abstriche durchsetzen zu können, müsst Ihr die Gegenseite extrem unter Druck setzen. 

Wie gelegen käme es da, wenn Ihr auf Umwegen von einem dunklen Geheimnis Eures Verhandlungspartners erfahren hättet, das sich als perfektes Druckmittel anbietet. Sehr gelegen! 😉 Und Hand aufs Herz, wer hätte die moralische Stärke, davon keinen Gebrauch zu machen, so lange es niemand erfährt. Es geht immerhin um sehr, sehr viel! Und die Gelegenheit macht Diebe.

Gut und schön. So weit das Gedankenexperiment. Nun zur Realität und dem Titel des Beitrags. Ich empfinde es nämlich zunehmend als Mysterium, dass es noch keine enthüllenden Presseberichte über gezielte Manipulationen von (Spitzen-)Politikern, basierend auf der Informationsbeschaffung ausländischer Geheimdienste, gibt. Es muss diese Form von Erpressung geben – denn wir wissen bereits, dass Angela Merkel, die UN und die europäische Kommission gezielt bespitzelt und ausgehorcht wurden. Also, selbst wenn die Schaffung des enormen Erpressungspotenzials nicht der Primärzweck dieser illegalen Aktionen gewesen wäre, würden die gesammelten Daten einen Mißbrauch geradezu provozieren, so verlockend ist die Möglichkeit! Das zeigt schon unser Gedankenexperiment weiter oben. Es wäre geradezu paradox, dass dies nicht permanent geschehen sollte im politischen Alltag!

Leider widmen sich die Medien diesem Thema nicht. Wer suchet, der findet, heißt es so schön. Und daher fehlt es offenbar an der investigativen Aufklärung des Themas durch unsere Medien. Ein klarer Widerspruch zwischen Möglichkeit und Realität. Ein Schelm, der diese Versäumnisse der Medien nicht wiederum für ein mehr als fragliches Paradoxon hält 😉

 
 

Do not trust your peers – Amazons wachsendes Problem [1. Update]

Ich bin sicherlich nicht der einzige, der inzwischen beinahe blind Produkte von Amazon anhand ihrer Bewertung kauft. Das sollte man aber natürlich nicht unüberlegt tun. Für Verkäufer stellt es keinen großen Aufwand dar, die eigenen Produkte mit vorgetäuschten Kundenrezensionen beliebter zu machen. Und das lohnt sich zweifelsohne.

Uns allen ist das Problem im Prinzip vertraut. Aber wirklich Sorgen hat man sich nicht darum gemacht. Zumindest meine Annahme war bis dato immer, dass die Redaktion von Amazon allzu offensichtlich gefälschte Kundenkommentare herausfiltert. Und tatsächlich habe ich bisher hauptsächlich gute Erfahrung mit den Empfehlungen anderer Kunden gemacht. Aber Vorsicht, dies scheint sich nun massiv zu ändern!

Dies möchte ich an folgendem Beispiel demonstrieren: ich war auf der Suche nach einer neuen Schwimmbrille. Dabei fiel mir folgendes Produkt sofort ins Auge, das 15 Top-Bewertungen, also eine makellose Bilanz, aufweisen kann:

https://www.amazon.de/Nr-1-Schwimmbrille-Auf-Amazon-Schwimmkappe/dp/B01HO9P5I6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1473795508&sr=8-1&keywords=schwimmbrille+Amazon

Interessant wird es natürlich erst, wenn man die einzelnen Rezensionen liest. Denn dann stellt man schnell fest, dass die meisten Rezensionen in sehr schlechtem Deutsch verfasst sind und einem gemeinsamen „Stil“ folgen. Es handelt sich wahrscheinlich um automatisch übersetzte Rezensionen – diese haben aber nichts in den Rezensionen bei Amazon-Deutschland zu suchen! Denselben schlechten Schreibstil, der von Grammatikfehlern nur so wimmelt, finden wir im Angebotstext. Ferner ist auffällig, dass viele Rezensionen an denselben Tagen erstellt wurden.

Ein Schelm, der in der Konstellation aus Preis und Stil der Rezensionen direkt an das Reich der Mitte denkt. Wir wollen nicht voreilig sein und überprüfen daher das Impressum des Herstellers und siehe da: 1Focus hat seinen Sitz in Hongkong.

So ergibt sich ein vollständiges Bild. Es handelt sich hier um einen der typischen Fälle, bei denen chinesische Firmen ihre Produkte bei Amazon einlagern und von Amazon versenden lassen. Dies wurde bereits unter dem Titel „Amazons unfaires China-Business“ in der Heise-Presse beleuchtet. Das Thema hat sicher viele Aspekte, was aber diesen Fall besonders macht, ist, dass im Titel sogar damit geworben wird, dass es die bei Amazon beliebteste Brille sei! Amazon ist somit in der ganzen Prozesskette involviert: der Werbung, dem Durchwinken der Pseudo-Rezensionen, dem Versand und natürlich der Plattform im Internet an sich. Das hat schon einen sehr bitteren Beigeschmack.

Amazon spielt hier mit dem Kern seiner Glaubwürdigkeit – zunächst einmal auf Kosten der Verbraucher. Das ist übel.

Dieser Artikel wurde auf einem Smartphone erstellt – Anmerkung der Redaktion

Update 1:

Im genannten Beispiel hat sich etwas getan. Amazon hat auf meinen Hinweis offenbar insofern reagiert, dass nun alle Bewertungen gelöscht wurden. Das finde ich gut.

Das ist schon mal ein erster wichtiger Schritt. Die Frage ist, ob sich das Spiel nun wiederholt. Was meint Ihr, genügt das?

 

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Generation A(-B)

Wer A sagt, muss auch B sagen. Und zu einer Kritik gehört Tatkraft. Eigentlich.

Beides sind Attribute, die den heute 30- bis 59-Jährigen fehlen. Wir sind die Generation “bequem und mutlos“. Dies zeigen die Zahlen einer Umfrage bei Spiegel Online:

Umfrage unter 30- bis 59-Jährigen: Mir geht es gut – aber Deutschland ist ungerecht – SPIEGEL ONLINE

Der klare Befund der Befragten: Deutschland sei und werde immer ungerechter. Die Vermögen sind ungerecht verteilt. So heißt es in der Statistik des Artikels:

„70 Prozent der Befragten glauben, in Deutschland habe die Kluft zwischen Arm und Reich in den vergangenen drei bis vier Jahren zugenommen, nur sieben Prozent sehen sie nun kleiner. Und 64 Prozent empfinden die Verteilung von Vermögen und Einkommen als nicht gerecht, lediglich 14 Prozent haben das Gefühl, in einer gerechten Gesellschaft zu leben.“

Ein Moment zum Innehalten. Nur 14% der Befragten haben das Gefühl, in einer gerechten Gesellschaft zu leben, und die meisten davon sehen klare Zeichen für eine weitere Verschlechterung in den nächsten Jahren.

Ich würde sagen: “Glückwunsch, die Herrschaften und Damen, Ihre Diagnose stimmt!“ 

Also, was ist zu tun? 

Die Antwort auf meine rhetorische Frage klingt für viele Ohren links-terroristisch: Umverteilen. Das Gespenst des Kapitalismus!

Aber ernsthaft; welche Alternative gibt es denn zu einer Umverteilung von Vermögen, wenn sich diese in einer krassen Schieflage zwischen Arm und Reich in Deutschland verteilen? Und mehr noch gesellt sich dazu die Beobachtung, dass seit Jahrzehnten die politischen Weichen auf eine immer größer werdende Schieflage zusteuern. Wäre es nicht schon ein Gebot der Vernunft mal wieder umzusteuern?

Zurück zu der Umfrage. Die Meinungen der Befragten zu Maßnahmen der Umverteilung fasst der Artikel wie folgt zusammen: 

Dummerweise erhält aber keine einzige derartige politische Maßnahme eine Mehrheit unter den 30- bis 59-Jährigen – weder die Einführung einer Vermögensteuer für Reiche oder die Anhebung des Spitzensteuersatzes für Gutverdiener noch die Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes. Im Gegenteil, 70 Prozent halten es für „besonders wichtig“, dass Sozialhilfeempfänger deutlich weniger Einkommen haben als Erwerbstätige. Nicht einmal für einen höheren Mindestlohn spricht sich eine Mehrheit der Befragten aus.“ 

(…)

Grundsätzlich haben die 30- bis 59-Jährigen jedoch wenig Probleme mit Ungleichheit – solange diese auf die eigene Leistung zurückzuführen ist. Im Gegenteil, sie fordern sogar deutliche Unterschiede als Ausdruck von Gerechtigkeit.

Darin entlarvt sich die geistige Indoktrinierung der untersuchten Altersgruppe. Es werden krampfhaft die Ideale des Kapitalismus hochgehalten und alles links davon stehende verteufelt. Zwei Auffassungen sind zentral: 1.) Der Glaube, dass Leistung im modernen Kapitalismus das Prinzip der Gerechtigkeit steuere, und 2.) Der Wunsch, dass es ganz klar noch eine Klasse unterhalb der eigenen gibt. Beides sind gängige Trostpflaster im kapitalistischen System. Und insbesondere die Leistungsgerechtigkeit wird von den Wirtschaftseliten zunehmend ignoriert, da sich sonst viele Boni nicht rechtfertigen ließen.

Um ein Fazit zu ziehen: Was steckt hinter dem Gesellschaftsbild der Studienteilnehmer? Die Zusammenfassung des Artikels gibt Aufschluss:

Mir geht es gut, sogar besser als zuvor – aber diese Gesellschaft ist ungerecht und wird zunehmend ungerechter. So lässt sich die Stimmung der 30- bis 59-Jährigen in Deutschland zusammenfassen.

Die Leute sind harmoniebedürftig. Sie selbst fühlen sich eher der Elite als den Verlierern zugehörig, weil sie die Relationen von Reichtum längst nicht mehr begreifen. Der einfache Arbeiter stellt sich das Leben von Superreichen gar nicht mehr vor. Es ist eine getrennte Lebenswelt, ohne verbindenden Bezug. Das ist absurd. Die Leute assoziieren sich mit einer Schicht, die sie nicht kennen. Weil sie sie nicht kennen. Einen realen gesellschaftlichen Bezug gibt es nur noch nach unten gerichtet. Sozialhilfeempfänger und Flüchtlinge wollen mit ans low-budget Büffet, an die Brotkrumen der Gesellschaft.

Die Leute sind lethargisch, ihnen fehlt der Mut nicht bloß A, sondern folgerichtig auch B zu sagen. Hinzu kommt politisches Desinteresse und damit einhergehend die Ignoranz der krassen Widersprüchlichkeiten in den Lebensrealitäten in Deutschland. Was soll man da noch sagen, außer „Aufwachen, liebe Leute!“. Aber das einzige, was hilft, ist, dass die Leute die Katastrophe erleben werden, auf die wir zusteuern.


Artikel auf dem Smartphone erstellt – Kleinere Fehler bitte zu entschuldigen

 
2 Kommentare

Verfasst von - September 9, 2016 in Politik, Gesellschaft, Top Artikel

 

Samsung Galaxy Note 7 vorgestellt – Abgesang für eine Ikone

Dieses mal hat sich jedes Detail der Vorab-Leaks bestätigt. Das Galaxy Note 7 bricht mit der stolzen Tradition seiner Vorväter und verleugnet seine edle Abstammung. Es will am liebsten wie das S7 edge sein und zeigt dies mit der Namensgebung, welche die Zahl 6 überspringt. Doch anders als dieser Zahlensprung vermuten lässt, springt Samsung zu kurz: Mit kleinem Akku, überflüssigem Iris-Scanner und einer für diese Features völlig überzogenen UVP. So verpasst es Samsung zudem noch, ein zumindest preislich ansprechendes Angebot für Aufgewärmtes zu machen. Eine große Chance wurde vertan. Und ich muss nun nach Alternativen suchen.

Samsung Galaxy Note 7 vorgestellt – 20 Minuten Hands-On mit dem Flaggschiff [4k] https://allaboutsamsung.de/?p=39931101

 

Schrei!

Manchmal möchte ich laut schreien! Meine ganze Wut herauslassen und die Menschheit angiften. Dieses Gesocks, welches unsere Welt verschandelt, sich benimmt, als wäre es alleine im Universum, und so abartig ist in vielen Dingen. 

Als Kind schrieb ich aus diesem Grund mal ein Gedicht – es hieß ‚Wir sind traurig‘. An einige Zeilen kann ich mich noch erinnern:

Ich bin traurig. 

Weil mir unsere Welt, so nicht gefällt. 

Wenn Atombomben geschmissen werden, kriegen Menschen die Beschwerden. 

Ich bin traurig.

Das Gedicht war sehr lang. Nicht bloß diese paar Verse. Ich wünschte, es hätte keine Gründe gegeben, es nicht kurz zu halten. Doch unsere Welt ist voll davon – voll von traurig stimmenden Anlässen. Sie war es damals, sie ist es geblieben; die Konstante in der Gleichung, das sind wir – die Menschen! 

Was mich aber am meisten ärgert ist die Dummheit der Menschen. Es gibt so schrecklich viele, schrecklich dumme Menschen. Um es mit Agent Smith aus den Matrix-Filmen zu sagen: Ich kann sie riechen – es stinkt (mir) entsetzlich! Doch man kann Ihnen nicht aus dem Weg gehen. Leider. Dieser faulige Gestank überdeckt alles um mich herum.

Am meisten verachte ich die falschen Götzen der Menschen. Ihren naiven Gottesglauben, aus dem sie die Rechtfertigung für üble Taten gegen Andersgläubige ableiten. Oder die Macht, die die Menschen verehren und ihr zu Ehren jedes Mitgeschöpf auf dem Altar opfern würden. So wie es Banker, Zocker und Mafiosi, Politiker und Lobbyisten sofort zu tun bereit sind. Diener ihrer eigenen Habgier. Und ich meine auch die Verehrung von Statussymbolen und dem äußeren Schein – diese Art, wie sie die Menschen blind für das Wesentliche macht

Vielleicht wird mir nach Jahrzehnten auf dieser Kugel mehr und mehr bewusst, dass ich wirklich einzigartig bin. Nicht im positiven oder negativen Sinne. Aber eben einzigartig. Isoliert und fremd auf dieser Welt. Inkompatibel im Geiste. Zu wenig Mainstream. Zu anspruchsvoll im Denken. Gelangweilt vom großen Rest.

 
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Verfasst von - Juli 18, 2016 in Top Artikel

 

Das Hamburger Problem

… ist die Elb-Philarmonie, oder nicht!?

Nein. Zumindest nicht im Sinne dieses Beitrags. Hier ist nicht von der weihevollen Stadt an der Elbe die Rede, sondern von etwas handfestem: Dem Hamburger als Fastfood!

Nun, nach dieser Klarstellung möchte ich das Problem beschreiben – obwohl es jeder kennt: Ein Hamburger ist Fastfood und kann nie etwas anderes sein. Genausowenig wie ein Döner. Warum ist das so?

Hamburger und Döner sind zu groß für einen Happen und ihre strukturelle Integrität nimmt mit jedem Bissen ab. Anders gesagt, sie neigen zum breiigen Zerfall, so bald ihnen mehr als ein paar Stücke von einem hungrigen Munde entrissen wurden. Beginnt man sie zu essen, ist man in einer Spirale des Zerfalls. Einzige Lösung ist, man beeilt sich und isst in gierigen Happen alles weg. Das ist das Hamburger Problem (denn der Hamburger hat in diesem Land die ältere Geschichte im Vergleich zum Döner)*.

Zweite – nicht minder dramatische Beobachtung – sowohl Hamburger als auch Döner sind mit kalten Zutaten befüllt und nach mehreren Seite offen, so dass sie sehr schnell auskühlen. Dies bewirkt zusätzlich, dass man sich beim Essen immer sehr beeilt und beide Produkte daher unweigerlich immer als Fastfood konsumiert werden.

Alles in allem bedeutet das Hamburger Problem leider eine natürliche Einschränkung für das kulinarische Potenzial dieser, meiner Leibspeisen – da beißt auch die Maus keinen Faden ab. 

* Anmerkung der Redaktion: Auch, dass der Islam zu Deutschland gehört, spielt in diesem Beispiel keine Rolle.