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Archiv der Kategorie: Tiny’s Gedanken

Tiny’s Gedanken

Eintagsfliege Deutschland

Wenn die Deutschen nicht ein Gedächtnis wie eine Eintagsfliege hätten, könnte dieses Land gerechter sein und echt was aus sich und Europa machen. Stattdessen lebt man in den Tag hinein, so wie es unsere Kanzlerin vorlebt. Ohne Vision, ohne Gedächtnis. Man könnte diesen Zustand auch als Demenz bezeichnen. Auf jeden Fall attestiere ich dieser Gesellschaft ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Atomausstieg, Finanzkrise, Griechenlandkrise, Snowden, NSU, Flüchtlingskrise, Türkeideals. All diese Dinge wurden mehr schlecht als recht gelöst. Zusätzlich ist Europa in Gefahr und es gibt keine Zinsen für das Ersparte. Symptome für schwelende Probleme: Aber hey, uns geht es doch super. Was interessiert mich der morgige Tag!? Ich bin doch nur eine deutsche Eintagsfliege.

 

Wortgeflüster

So müsste es doch heutzutage korrekt heißen, oder?
„Oh Mann, Du Echse! Entwickl‘ Dich mal dringend fort, bist ja so was von Staffel 1“ 😉
Amazon und Netflix lassen grüßen.

 
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Verfasst von - Dezember 18, 2016 in Tiny's Gedanken

 

Überforderte Gesellschaft

Die Trump-Wahl hat mir den Rest gegeben. Ich denke, dass ich meine Liebe für die Politik vorerst aufgebe. In Zeiten von Brexit und Trump lohnt kein sinniges Argument mehr. Was soll man noch sagen. Das letzte Wort behalten leider diejenigen, die wie die „Drei Affen“ durch’s Leben schreiten, oder lautstark brüllen. Mit beiderlei Menschen kann man überhaupt nicht mehr diskutieren; nicht weil sie dumm wären, sondern weil sie jedes Gespräch boykottieren. Es kommen sicher wieder andere Zeiten, aber im Moment regiert die Unvernunft um uns herum, und die Leute überall finden es gut. Gute Nacht, liebe Welt.

 

Bloß kein Terror!

Einzeltäter, Amokläufer – bloß kein IS. Das wollen uns die Behörden glauben machen, so kommt es mir vor.

Beispiel Würzburg: Liest man die Worte des Attentäters in einem Transkript seiner Videobotschaft muss man ernste Zweifel an der Theorie eines vom IS inspirierten Amokläufers bekommen – der Mann äußert sich meiner Meinung nach inhaltlich doch erstaunlich deutlich und politisch motiviert.

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Und wie wird es jetzt in München sein? Ein Amoklauf einer Gruppe von Tätern!? Wie soll man sich das vorstellen!?

 

 

Mädels! Flagge zeigen! ;-)

Schwarz, Rot, Gold – eine schöne Farbauswahl auf unserer Flagge, findet Ihr nicht!? Und ist Euch auch schon mal aufgefallen, dass sich unsere Flagge außerordentlich gut auf den Wangen weiblicher Fans des DFB-Teams macht!? Falls nicht, hmm na ja, dann schaut einfach noch mal hin! 🙂 Es hat nämlich einen Grund. Die Farbkombination in dieser Reihenfolge passt nämlich perfekt. Von oben nach unten: Das Schwarz auf der Wange unterhalb der Augen hat eine Wirkung wie ein Lidstrich und betont die Augen. Die Wirkung des Rots brauche ich wohl nicht weiter zu erläutern und das Gelb leitet nahtlos in den Hautton über. Es ergibt sich eine schöne Symmetrie, welche die Wangenpartie und die Gesichtszüge perfekt unterstreicht. Daher mein Aufruf an alle Mädels dieser Nation: Flagge zeigen! Am besten auf beiden Wangen! 🙂

 

 
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Verfasst von - Juni 6, 2014 in Tiny's Gedanken

 

Nespressos fiese Tricks – Ein Ärgernis [Update – Antwort der VBZ]

Vor kurzem habe ich mir eine Nespresso-Maschine gekauft, die es sehr günstig im Angebot gab. Im Hinterkopf hatte ich dabei, dass ich über dieses Maschinen-Modell in Blogs und Rezensionen gelesen hatte es würde auch mit Kapseln anderer Hersteller, also günstigeren Alternativen, gut funktionieren.

Aber leider stimmt das nicht mehr. Nespresso hat sich etwas einfallen lassen und absichtlich die Mechanik der Maschine geschwächt, so dass die neuesten Maschinen dieses Typs (Nespresso Pixie) bei der Verwendung mit anderen Kapseln kaputt gehen können. Einen entsprechenden Warnhinweis habe ich indes auf der Packung nicht finden können; nur einen Hinweis, dass die Garantie bei Schäden durch Fremdkapseln nicht greift.

Eine fiese Taktik des Konzerns. Zudem ist es eine ungeheure Ausnutzung der eigenen Marktmacht seitens Nespresso und aus Käufersicht eine Unverschämtheit. Denn es ist doch so: Entweder die Kapseln von Nespresso rechtfertigen im freien Wettbewerb auf Grund ihrer Qualität und des Geschmacks den hohen Preis, oder sie tun es nicht.

Durch Manipulation der Maschine, d.h. durch eine gezielte Verschlechterung der Güte und Robustheit des Systems, die Käufer zum Kauf der überteuerten Kapseln zu zwingen, ist eine Frechheit, die sich Nespresso aber scheinbar erlauben kann. Ich verstehe es nicht.

Ich habe mich deshalb an die Verbraucherzentrale gewandt und kann nur hoffen, dass andere Kunden dies auch tun werden. Im folgenden mein Brief an die VBZ: Read the rest of this entry »

 

Was sich so tut auf der Welt

Momentan bin ich schweigsamer als sonst. Ich verfolge die Themen um mich herum beinahe teilnahmslos. Wieso, warum, weshalb – keine Ahnung. Es ist definitiv noch zu früh für das Sommerloch.

Dabei gibt es eine Reihe von Dingen, über die man schreiben könnte. Mir liegt zum Beispiel die Entwicklung von Europa am Herzen. Ich finde es schade, dass Europa von unseren Politikern so stiefmütterlich behandelt wird. Und ich würde mir charismatischere Führungspersönlichkeiten an der Spitze von Europa wünschen, anstatt der Personen, die dort momentan ihr Gnadenbrot erhalten.

Welch ein Schatz Europas Vielfalt ist konnte man am Wochenende bei dem ESC sehen. Auch wenn man sich über den musikalischen Gehalt der Veranstaltung streiten kann, vermittelt der ESC doch eine Vorstellung von der Vielfalt an Mentalitäten und kulturellen Eigenheiten, die sich unter dem gemeinsamen europäischen Dach vereinen. Das ist toll; ich mag das sehr! Es ist vielleicht das beste an Europa überhaupt, wenn man bedenkt, dass diese Unterschiede früher zu Kriegen zwischen den Ländern führten.

Diese innereuropäische Vielfalt macht es zur gleichen Zeit aber auch enorm schwer sich mit „den Anderen“ in Europa zu identifizieren. Und ich denke die Politiker in Europa tun noch zu wenig dafür, dass sich die Menschen in Europa auch als eine Wertegemeinschaft fühlen, die sich einig in ihren Zielen ist. Stattdessen verkörpert Europa für mich derzeit größtenteils eine Wirtschaftsgemeinschaft. Das aber ist zu wenig auf Dauer. Dadurch bleibt auf fatale Weise ein nationalstaatlicher Geist erhalten, bei dem jedes Land nur auf seine eigenen wirtschaftlichen Interessen ausgerichtet ist und ein Konsens zum Wohle aller schwieriger zu erreichen ist. Read the rest of this entry »

 

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ZDF-Zoom über die FIFA

Ich hege keinerlei Zweifel daran, dass es sich bei der FIFA um eine Organisation mit sehr viel Dreck am Stecken handelt. Ich denke dieses Grundfazit wird in der aktuellen Sendung ZOOM des ZDFs zutreffend thematisiert:

http://www.zdf.de/ZDFzoom/ZDFzoom-Das-Fußball-Imperium-32510712.html

Mir geht es aber um etwas anderes. Beim Anschauen der Sendung fiel mir eine Szene auf, die bei mir gewisse Zweifel aufkommen ließ, ob dort eine objektive Berichterstattung stattfand oder nicht. Um das aufzuklären, habe ich eine Email an die Zuschauerredaktion der Sendung ZOOM geschrieben und bin nun auf Antwort gespannt. Den Brief poste ich Euch gleich mit, damit Ihr nachvollziehen könnt, worum es geht. Read the rest of this entry »

 

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Nimm das NSA: Wir überwachen uns selbst!

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mein Leben ist super interessant. Außerdem bin ich immer heiß auf neue Technik. Daher wäre ich prädestiniert dafür mein Leben per Mini-Cam zu dokumentieren. Mit einem solchen wearable am Kragen würden automatisch in kurzen, regelmäßigen Zeitabständen Fotos gemacht und anschließend in eine Cloud hochgeladen. Ist das nicht cool!?

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Verkehrte Zahlungsmoral

Es ist nicht verwerflich zum Abendessen eingeladen zu werden, ich meine in finanzieller Hinsicht. Was früher für Frauen ganz normal war, stellt für sie heute ein Problem dar.

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Verfasst von - März 28, 2014 in Tiny's Gedanken

 

Diäten hoch!? Wozu? Erst mal Korruption begrenzen

Deutschland lässt sich mit der Ratifizierung einer UN-Resolution zur Bekämpfung der Korruption von Abgeordneten sehr viel Zeit. Bereits 2006 forderte Transparency International Deutschland dazu auf, endlich die Resolution aus dem Jahre 2003 umzusetzen.

Seitdem sind wieder 6 Jahre vergangen. In Deutschland ist noch immer nichts passiert. Warum!?

Als Bevölkerung sollten wir dies als Vorbedingung einfordern, bevor sich die Politiker selbst bedienen. Denn ohne dies wäre bei einer Erhöhung der Diäten nicht sichergestellt, dass das angestrebte Ziel einer sauberen und unabhängigen Politik auch erreicht werden kann.

 

 
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Verfasst von - Februar 11, 2014 in Politik, Tiny's Gedanken

 

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Deutsche Gegenspionage? Jetzt wird’s lächerlich!

In einem aktuellen Interview äußert sich ein SPD-Politiker zur NSA-Affäre wie folgt: „Wer uns ausspäht, muss damit rechnen, dass er seinerseits ebenfalls Zielobjekt wird.“ Hr. Hartmanns Wort hat Gewicht, denn laut Pressemeldung ist er ein Mitglied des Parlamentarischen Geheimdienste-Kontrollgremiums. Aber was soll man nun zu so einem hilflosen, naiven Ausspruch sagen? Diese Äußerung ist dumm und eines Sicherheitsexperten mehr als unwürdig!

Ich bezweifle, dass die deutschen Geheimdienste überhaupt die Mittel und die Kompetenz für eine solche Unternehmung besäßen. Es sieht ja nun mal ganz so aus, als würde unser Geheimdienst von Amerikas Gnaden abhängen. Außerdem ist allein die Vorstellung einer im geheimen ausgeführten Gegenspionage lächerlich, wenn man bedenkt, dass die Amerikaner sogar über die intimsten Details unserer Kanzlerin bestens unterrichtet sind. Ja und zum Schluss sollte man sich fragen, welche Wirkung diese unbedachten Worte auf die Amerikaner haben werden, die uns ohnehin nicht über den Weg trauen. Am Ende führt so ein Mist bloß noch zu einer Ausweitung amerikanischer Überwachung in Deutschland. Danke, Hr. Hartmann!

 

 

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Glückwunsch, Tunesien

Ich hatte mich über den „arabischen Frühling“ gefreut und war gleichsam enttäuscht, dass der Westen, besonders auch Deutschland, diesen nicht so richtig unterstützten. Man erinnere sich an Deutschlands Enthaltung im Sicherheitsrat, als es um die militärische Unterstützung der Revolutionäre gegen Gadaffi ging.

Nun versinken Länder wie Ägypten und Libyen scheinbar wieder im Chaos. Und auch deswegen ist es wichtig, dass die Revolution in Tunesien ein sichtbares Erfolgszeichen, in Form einer neuen und liberalen Verfassung, in die Welt stellt. Sicher ist es auch ein unglaubliches Erfolgserlebnis für die Menschen, deren persönlicher Einsatz auf den Strassen jetzt endgültig Früchte trägt. Wir Deutschen können da vielleicht nicht mal mithalten, denn unsere eigenen Revolutionsleistungen sind eher bescheiden.

Mich freut es sehr für die Tunesier, dass sie es geschafft haben einen Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessenslagen in dem Land zu finden und sich mit einer starken und modernen Verfassung selbst zu belohnen. Man hört sonst so viel unerfreuliches aus Maghreb, von wo aus sich viele afrikanische Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa auf machen. Daher sollten diese guten Nachrichten auch entsprechend gewürdigt werden.

 

 
 

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Frage nach der Verantwortung

Dreizehn Jahre ist es her, dass Amerika auf eigenem Territorium angegriffen wurde und dadurch ein Trauma erlitt. Seitdem ist viel passiert. Amerika hat den für das Attentat Verantwortlichen Rache geschworen, ist in zwei Kriege gezogen und hat den Heimatschutz zum obersten Staatsziel erklärt. Oberflächlich betrachtet kann Amerika nach all den Jahren Erfolge vorweisen: Saddam Hussein und die Taliban in Afghanistan wurden in der Staatsführung entmachtet und Osama Bin Laden wurde zur Strecke gebracht. Doch all dies verblasst gegenüber der Vielzahl neuer Probleme, die dadurch geschaffen wurden.

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@BarackObama: Es gibt kein richtiges Leben im falschen

Obama verspricht uns mehr Sicherheit durch die Überwachungsmaßnahmen und wiegelt dabei die beträchtlichen Risiken ab. Doch: Who watches the watchmen?

Hat sich mal jemand gefragt wodurch sich die immensen Kosten für das technische Equipment und das Spitzenpersonal, welches von der NSA gebraucht wird, für die USA rechnen? Nachweislich sind bisher kaum Anschläge verhindert worden. Es geht nicht um Sicherheit der Bürger, sondern um politischen Machterhalt durch Ausnutzen von zu unrecht erworbenem Wissen.

Und was machen wir, die Bürger? Wie kann es sein, dass die Enthüllungen über die Abhörmaßnahmen seitens amerikanischer und britischer Behörden keinen Aufschrei der Empörung verursachen? Warum nehmen wir das einfach hin? Wodurch wird diese Gleichgültigkeit verursacht?

Ich habe mich in meinem Bekanntenkreis umgehört, um ein Meinungsbild zu diesem Thema zu gewinnen. Es ist interessant, welche Beobachtungen ich dabei machen konnte.

[weiter lesen…]

https://tinyentropy.com/2013/06/29/abhoren-bis-die-stimmen-verstummen/

 

 

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen meinen Lesern und Freunden ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest!

Danke, dass Ihr mir treu geblieben seid.

Auf bald, ich freue mich,

Euer Tiny

 

 

 
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Verfasst von - Dezember 24, 2013 in Tiny's Gedanken

 

Personalie Alexander Dobrindt

Ich habe mir Deutschlands ersten Internetminister immer ganz anders vorgestellt: Zumindest kompetent hätte er oder sie sein sollen. Und nicht jemand aus der „Neuland“-Fraktion.

Immerhin ist es witzig, dass die Parallele zwischen Auto-und Internetverkehr im Aufgabenbereich des Ministers gezogen wurde. Da liegt der Fokus hoffentlich nicht allzu sehr auf der Entwicklung neuer Verkehrsregeln und Verkehrskontrollen. „Stopp“-Schilder und weitere Redtube-ähnliche Abmahnungen will schließlich niemand.

 

 
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Verfasst von - Dezember 22, 2013 in Netz, Politik, Tiny's Gedanken

 

Auf der Suche nach neuen Gedanken

Wir leben in der Moderne, wir sind die Avantgarde. Nach uns kommt höchstens noch die Zukunft und deren Ausprägung bestimmen letztendlich auch wir.

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Verfasst von - Oktober 14, 2013 in Philosophie, Tiny's Gedanken

 

Nick Knight rises

Heute habe ich eine Fotoausstellung in Düsseldorf besucht. Die Ausstellung im Forum NRW heißt FotoA-Z und präsentiert Werke verschiedener Fotografen, die während der letzten 15 Jahre dort ausgestellt wurden oder von Seiten des Museums noch gerne gezeigt worden wären. In dem Zusatz klingt etwas Wehmut mit, wie mir auffiel, und dies hat leider einen Grund. Das Forum wird Anfang nächsten Jahres geschlossen, wie man mir auf meine Nachfrage hin sagte. Die Förderung des Landes NRW fällt dann weg.

Aber eigentlich wollte ich über die Ausstellung selbst sprechen…

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Amerikas Stillstand

Wahnsinn, was da derzeitig in Amerika passiert. Es war längst überfällig, aber so richtig damit gerechnet hat wohl niemand. Und doch mußte es eher früher als später dazu kommen, dass sich Amerika seinen durch gewaltige Verschuldung verursachten Finanzproblemen stellt.

Was bedeutet das für uns? Im schlechtesten Falle ziehen die Menschen hierzulande die falsche Schlussfolgerung. Nämlich, dass unklare Regierungsverhältnisse etwas schlimmes wären und sich die SPD gefälligst kompromissbereit zeigen sollte bei der Bildung einer Großen Koalition. Trotz des wahren Grundgedankens greift diese Schlussfolgerung aber zu kurz. Denn tatsächlich müßte sich auch in Deutschland vieles verändern, damit unser Staat mittelfristig nicht in eine ähnliche Lage kommt. Dazu gehören auch höhere Steuern für Besserverdienende. Es gibt da genug Spielraum, der ausgenutzt werden könnte.

Um eines klar zu stellen: Natürlich will auch ich nicht die deutsche Wirtschaft im Verhältnis zu ihrer Konkurrenz in Bedrängnis bringen, darum geht es nicht. Aber wir haben im letzten Jahrzehnt viele neoliberale Experimente ins Leben gerufen und daraus mühsam Erkenntnisse gewonnen, die Anlass zu dringend notwendigen Korrekturen geben. Es ist einfach ein Mythos, dass unser Staat zwingend immer Wirtschafts-freundlicher werden müßte. Diese Grundtendenz ist in einer globalisierten Welt zwar sicher richtig. Aber dazu gehört auch das passende Augenmaß und dies haben wir in vielen Aspekten vernachlässigt.

Die Zeit ist aber genau jetzt reif für korrigierende Reformen, bevor als nächstes wieder eine Neuverortung des Zustands und der Zielsetzungen Deutschlands ansteht. Deshalb gehören entsprechende Vereinbarungen in den neuen Koalitionsvertrag und dafür braucht die SPD Rückhalt von der Bevölkerung in den Verhandlungen mit der Union. Es wäre falsch aus der amerikanischen Krise zu schlussfolgern, dass eine Einigung unter allen Umständen erzielt werden müsste, koste es die inhaltliche Debatte, was es wolle.

 

 

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