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Archiv der Kategorie: Verbraucherfrust

Verbraucherfrust

Do not trust your peers – Amazons wachsendes Problem [1. Update]

Ich bin sicherlich nicht der einzige, der inzwischen beinahe blind Produkte von Amazon anhand ihrer Bewertung kauft. Das sollte man aber natürlich nicht unüberlegt tun. Für Verkäufer stellt es keinen großen Aufwand dar, die eigenen Produkte mit vorgetäuschten Kundenrezensionen beliebter zu machen. Und das lohnt sich zweifelsohne.

Uns allen ist das Problem im Prinzip vertraut. Aber wirklich Sorgen hat man sich nicht darum gemacht. Zumindest meine Annahme war bis dato immer, dass die Redaktion von Amazon allzu offensichtlich gefälschte Kundenkommentare herausfiltert. Und tatsächlich habe ich bisher hauptsächlich gute Erfahrung mit den Empfehlungen anderer Kunden gemacht. Aber Vorsicht, dies scheint sich nun massiv zu ändern!

Dies möchte ich an folgendem Beispiel demonstrieren: ich war auf der Suche nach einer neuen Schwimmbrille. Dabei fiel mir folgendes Produkt sofort ins Auge, das 15 Top-Bewertungen, also eine makellose Bilanz, aufweisen kann:

https://www.amazon.de/Nr-1-Schwimmbrille-Auf-Amazon-Schwimmkappe/dp/B01HO9P5I6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1473795508&sr=8-1&keywords=schwimmbrille+Amazon

Interessant wird es natürlich erst, wenn man die einzelnen Rezensionen liest. Denn dann stellt man schnell fest, dass die meisten Rezensionen in sehr schlechtem Deutsch verfasst sind und einem gemeinsamen „Stil“ folgen. Es handelt sich wahrscheinlich um automatisch übersetzte Rezensionen – diese haben aber nichts in den Rezensionen bei Amazon-Deutschland zu suchen! Denselben schlechten Schreibstil, der von Grammatikfehlern nur so wimmelt, finden wir im Angebotstext. Ferner ist auffällig, dass viele Rezensionen an denselben Tagen erstellt wurden.

Ein Schelm, der in der Konstellation aus Preis und Stil der Rezensionen direkt an das Reich der Mitte denkt. Wir wollen nicht voreilig sein und überprüfen daher das Impressum des Herstellers und siehe da: 1Focus hat seinen Sitz in Hongkong.

So ergibt sich ein vollständiges Bild. Es handelt sich hier um einen der typischen Fälle, bei denen chinesische Firmen ihre Produkte bei Amazon einlagern und von Amazon versenden lassen. Dies wurde bereits unter dem Titel „Amazons unfaires China-Business“ in der Heise-Presse beleuchtet. Das Thema hat sicher viele Aspekte, was aber diesen Fall besonders macht, ist, dass im Titel sogar damit geworben wird, dass es die bei Amazon beliebteste Brille sei! Amazon ist somit in der ganzen Prozesskette involviert: der Werbung, dem Durchwinken der Pseudo-Rezensionen, dem Versand und natürlich der Plattform im Internet an sich. Das hat schon einen sehr bitteren Beigeschmack.

Amazon spielt hier mit dem Kern seiner Glaubwürdigkeit – zunächst einmal auf Kosten der Verbraucher. Das ist übel.

Dieser Artikel wurde auf einem Smartphone erstellt – Anmerkung der Redaktion

Update 1:

Im genannten Beispiel hat sich etwas getan. Amazon hat auf meinen Hinweis offenbar insofern reagiert, dass nun alle Bewertungen gelöscht wurden. Das finde ich gut.

Das ist schon mal ein erster wichtiger Schritt. Die Frage ist, ob sich das Spiel nun wiederholt. Was meint Ihr, genügt das?

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Das ersehnte Alleinstellungsmerkmal des Note 7

Von wegen ‚nichts anderes als ein großes Galaxy S7‚! Respekt, Samsung, Respekt!


Samsung Galaxy Note 7 Akkus explodieren beim Laden: Verkauf weltweit gestoppt Freitag, 02.09.2016, 11:28

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Ein Kommentar

Verfasst von - September 2, 2016 in Technik, Verbraucherfrust

 

Amazon creative!?


Nun, eines muss man Amazon lassen. Sie sind mega kreativ darin, für uns das Shoppingerlebnis zu verbessern.

Und wo gehobelt wird, da fallen Späne. So kommt es dann zu so aberwitzigen Konzepten wie dem neuen ‚Dash Button‘. Ein aufklebbarer, über WLAN mit Amazon verbundener physischer Knopf, mit dem man seine Lieblingsprodukte nachbestellen können soll. 

Was für ein kurioses Konzept?! Wer braucht so etwas? 

In einem durchschnittlichen Haushalt gibt es einige 1000 Gegenstände. Allein die Dinge des täglichen Alltags gehen in die Hunderte. Wie sinnvoll ist es da, einen eigenen Knopf für jedes Produkt zu verwenden? Und selbst wenn man diesen wirklich nur für seine absoluten Lieblingsprodukte verwendet, wo ist der praktische Nutzen? Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Menschen auf diese “blinde Art“ Bestellungen aufgeben wollen.

Was meint Ihr?

 
 

Was darf man als Kunde noch erwarten?

Ich mache es kurz und zitiere einfach nur den Text meiner Mail an die Verbraucherzentrale. Zum Hintergrund: Es geht um ein 1000,- Euro Notebook, keine Peanuts also:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen von meinen Erfahrungen mit der Firma Acer berichten, die ich als sehr kundenunfreundliches Unternehmen erlebt habe.

Ich habe ein ACER Notebook gekauft. Laut Beschreibung des Händlers mit Windows 8.1.

Nun wollte ich die Größe der Partitionen mit einer Markensoftware – Paragon Disk Manager – anpassen, um Platz für eine separate Datenpartition zu schaffen. Bei der Größe heutiger Platten ein ganz normales Vorgehen. Leider kam es dabei zu einer Fehlermeldung der Software und einem Systemabsturz. Kurz um. Anschliessend konnte ich den Rechner nicht mehr starten.

Ich wusste, dass es für solche Fälle einen Recovery-Modus gibt, der sich aber leider auch nicht aufrufen lies. Deshalb war eine komplette Neuinstallation vonnöten.

Dabei erwies sich, dass ich keine Installations-CDs erhalten hatte. Auf meine Nachfrage bei ACER teilte man mir mit, die Nutzer würden beim Aufrufen von Windows dazu aufgefordert diese selbst zu erstellen. Ich kann mich daran nicht erinnern. Aber ich denke das liegt daran, dass ich gerade keine CDs bzw. einen 16GB großen USB-Stick zur Hand hatte. Da ich auch noch keine Daten oder Software auf das System aufspielen wollte, um die Einrichtung abzuschliessen, habe ich mich auch auf das Recovery verlassen.

ACER verlangte 50,- EUR für die Erstellung der CDs. Dabei zeigte man keinerlei Kulanz. Das Prozedere kann bis zu 10 Tage dauern. Die ganze Zeit kann man den Laptop nicht nutzen.

Mit den inzwischen erhaltenen CDs gibt es Probleme. Als ich heute ziemlich sauer wieder bei ACER anrief, sagte man mir, ich solle den PC einschicken. Auf mein Drängen sagte man, man werde mir die CDs neu schicken, aber dann die alten auf einen Defekt prüfen, sonst könne man mir die Kosten für das zweite Set nicht wieder erstatten. Spätestens ab diesem Moment habe ich mit einer Beschwerde bei der Verbraucherzentrale gedroht, denn wenigstens zu diesem Zeitpunkt sollte man mehr Entgegenkommen dem Kunden – der seit einigen Wochen sein System nicht nutzen kann – erwarten dürfen.

Es ist eine Unart der Unternehmen, hier von ACER, 50,- EUR von ihren Kunden zu „erpressen“, damit man sein System überhaupt wieder nutzen kann.

Wie beurteilen Sie dies?

Veröffentlicht mit Smartphone – Fehler können passieren

 
2 Kommentare

Verfasst von - August 19, 2015 in Verbraucherfrust

 

Nespressos fiese Tricks – Ein Ärgernis [Update – Antwort der VBZ]

Vor kurzem habe ich mir eine Nespresso-Maschine gekauft, die es sehr günstig im Angebot gab. Im Hinterkopf hatte ich dabei, dass ich über dieses Maschinen-Modell in Blogs und Rezensionen gelesen hatte es würde auch mit Kapseln anderer Hersteller, also günstigeren Alternativen, gut funktionieren.

Aber leider stimmt das nicht mehr. Nespresso hat sich etwas einfallen lassen und absichtlich die Mechanik der Maschine geschwächt, so dass die neuesten Maschinen dieses Typs (Nespresso Pixie) bei der Verwendung mit anderen Kapseln kaputt gehen können. Einen entsprechenden Warnhinweis habe ich indes auf der Packung nicht finden können; nur einen Hinweis, dass die Garantie bei Schäden durch Fremdkapseln nicht greift.

Eine fiese Taktik des Konzerns. Zudem ist es eine ungeheure Ausnutzung der eigenen Marktmacht seitens Nespresso und aus Käufersicht eine Unverschämtheit. Denn es ist doch so: Entweder die Kapseln von Nespresso rechtfertigen im freien Wettbewerb auf Grund ihrer Qualität und des Geschmacks den hohen Preis, oder sie tun es nicht.

Durch Manipulation der Maschine, d.h. durch eine gezielte Verschlechterung der Güte und Robustheit des Systems, die Käufer zum Kauf der überteuerten Kapseln zu zwingen, ist eine Frechheit, die sich Nespresso aber scheinbar erlauben kann. Ich verstehe es nicht.

Ich habe mich deshalb an die Verbraucherzentrale gewandt und kann nur hoffen, dass andere Kunden dies auch tun werden. Im folgenden mein Brief an die VBZ: Read the rest of this entry »

 

Android: Der Frust wächst

Es gibt mehr und mehr Dinge, die mich an Google’s Geschäftspolitik bzgl. Android stören. Eigentlich wäre deshalb das Rooten des Systems eines mündigen Bürgers lästige Pflicht. Hier eine kleine Auflistung:
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Security risk XXL – Apples Schlampigkeit kaum zu übertreffen

Kryptographie steckt voller Tücken. Die Mathematik dahinter ist zwar klar beschrieben, aber bei der Umsetzung der Algorithmen in Quellcode von Computerprogrammen werden immer wieder Fehler gemacht. Und tgenau das ist bei Apple passier. Und zwar an einer so zentralen Stelle des iOS-Betriebssystems, dass es drastische Auswirkungen auf die Sicherheit hat. Um es auf den Punkt zu bringen: Verschlüsselte Verbindungen, wie z.B. der Zugriff auf Onlinebanking-Konten, sind schon seit geraumer Zeit nicht mehr sicher auf Iphones und Ipads.

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Der nun von Apple veröffentlichte Fix soll das Problem endlich lösen – sehr wahrscheinlich schon viel zu spät. Der Fix zeigt aber auch, wie sehr das Qualitätsmanagement bei Apple versagt hat. Eine als so kritisch anzusehende Funktion wie die Verschlüsselung per SSL/TSL muss immer von einer Reihe von Leuten geprüft werden. Dabei hätte der Fehler auffallen müssen.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - Februar 23, 2014 in Verbraucherfrust

 

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