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Archiv der Kategorie: Politik, Gesellschaft

Lasst die Umfragen sein

Anlässlich der Österreich-Wahl zeigt sich ein weiteres mal, dass Umfragen keine relevante Vorhersagekraft für Wahlergebnisse haben. Wie auch bei der US-Wahl vor zwei Wochen, und in vielen anderen Beispielen. Stattdessen können Umfrageprognosen sogar Schaden anrichten. Nämlich dann, wenn potenzielle Wähler an der Wahl gar nicht mehr teilnehmen, weil sie ein falsches Bild über die Aussichten für ihre politischen Ziele vermittelt bekommen. 

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​Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich könnte dringend mal wieder eine positive Nachricht über Europa vertragen 😉
Warum hört man über Europa so wenig gutes? Eine Schande!!!

 
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Verfasst von - November 15, 2016 in Politik, Gesellschaft

 

Das Trump Perpetuum mobile, oder das lange Leben Totgesagter

Wir alle werden erleben, dass sich Donald Trump lange an der Macht halten wird. Denn Trumps Wähler wollen unbedingt, dass er im Amt Erfolg hat.

Trump wurde wider alle Vernunft gewählt, um ein Zeichen zu setzen. Diese gewaltige Demonstration des Trotzes darf natürlich nicht scheitern – sonst müssten sich Trumps Wähler ihren Fehler eingestehen. Und das wird nicht geschehen. Schließlich liegt Verweigerung gegenüber der Realität im Keim der Trump-Bewegung. Was sollte sich daran jetzt ändern.

Was wird dieses Phänomen bedeuten? Schließlich bleiben die meisten von Trumps Forderungen aus dem Wahlkampf unerfüllbar in der Realität. 

Es könnte bedeuten, dass der neue Präsident Trump von seinen Wählern so oder so am Ende seiner Amtszeit gefeiert wird – für jedes kleine bißchen, in dem sie sich wiederfinden können. Für alle nicht erfüllten Wahlversprechen hingegen werden sich Ausreden finden – Ausreden auf Seiten des Volks. 

Es wird mehr als eine Amtszeit brauchen, bis auch Donald Trump mit normalen Maßstäben gemessen wird – zumindest von Seiten seiner Anhängerschaft. Republikaner lernen sowieso nichts aus Fehlern der Vergangenheit. Man schaue sich an, wie schnell die katastrophale Amtszeit von George W. Bush in Vergessenheit geriet, als die Republikaner Präsident Obama jede Zusammenarbeit verweigerten.

Offen bleibt nur, wie sich das andere Lager, die Demokraten, gegenüber Donald Trump verhalten werden.

Erstellt auf meinem Smartphone

 

Gelungener Überblick zur Situation im Irak und Syrien

​http://www.arte.tv/guide/de/066344-000-A/is-weltfrieden-in-gefahr

 

Überforderte Gesellschaft

Die Trump-Wahl hat mir den Rest gegeben. Ich denke, dass ich meine Liebe für die Politik vorerst aufgebe. In Zeiten von Brexit und Trump lohnt kein sinniges Argument mehr. Was soll man noch sagen. Das letzte Wort behalten leider diejenigen, die wie die „Drei Affen“ durch’s Leben schreiten, oder lautstark brüllen. Mit beiderlei Menschen kann man überhaupt nicht mehr diskutieren; nicht weil sie dumm wären, sondern weil sie jedes Gespräch boykottieren. Es kommen sicher wieder andere Zeiten, aber im Moment regiert die Unvernunft um uns herum, und die Leute überall finden es gut. Gute Nacht, liebe Welt.

 

Überforderte Politik

Ich sehe mit Schrecken, dass unsere Politiker in vielen Dingen heutzutage nur noch überfordert sind. Die Gründe dafür lauten: Globalisierung und Digitalisierung.  

Finanzkrise, Ukrainekrise, Syrienkrieg, Türkeipolitik, CETA, TTIP, Europäische Zentralbank, Datenschutz, chinesische Handelsbeziehungen – in all dem spiegelt sich die schwindende Machtposition Europas gegenüber der restlichen Welt wider. Und in all diesen Aspekten sehen wir seit Jahren eine Aneinanderreihung von politischen Kompromissen, welche die Probleme nicht an den Wurzeln packen und stattdessen vertagen. Wohin wird uns das führen?

 

Die Mär von der harten Kanzlerin

Die schwarze Witwe“ hieß sie einst, da sie viele politische Konkurrenten aus dem Weg räumte. Dieses Image haftete Angela Merkel lange an. Aber bitte, wir sprechen hier von Zauntigern à la Christian Wulff oder Norbert Röttgen. Selbst Frank Walter Steinmeier hatte sich damals ihr gegenüber zahm wie ein Gummibärchen verhalten. Alles keine ernst zu nehmenden politischen „Gegner“.

Dieses „Killer-Image“ einer Frau, die eiskalt ihre Ziele erreicht, haftet Merkel unflüchtig weiter an. Dabei spricht die Realität dagegen. Sowohl die Präsidenten Putin als auch Erdogan führen Merkel ein ums andere mal vor, und ebenso Herr Seehofer. Erdogan lässt aktuell über die Wiedereinführung der Todesstrafe abstimmen, da ihn die Warnungen aus Europa wenig interessieren. Merkels unverrückbarem Rückhalt scheint er sich gewiss.

Aber halt! Ist es Merkels Schuld? Vielleicht ja nicht. Denn womit soll sie drohen? 

Europa ist kriegsmüde, scheut militärische Drohgebärden. Und das ist gut so! Doch andererseits eröffnet dies den Blick auf eine philosophische Frage: „Kann man gut sein, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt?“. Können wir es ignorieren, wenn uns der IS den Krieg einseitig erklärt? Sicher nicht, auch wenn es die Politik derzeit krampfhaft versucht.

Und wenn es China, die Türkei oder gar Russland wären, die uns mit aller Dreistigkeit versuchen sollten, uns zum militärischen Handeln zu zwingen, wie beispielsweise in Syrien? Als linker Geist würde ich sagen: Ja, wir müssen das ignorieren und dürfen uns nicht provozieren lassen. Aber ist das realistisch? Ich weiß es nicht. Ich bin tatsächlich ratlos gegenüber diesem Dilemma. 

Allerdings leuchtet mir ein: Ein Krieg gegen Russland beispielsweise, sollte es jemals wieder dazu kommen, würde unsere Welt an den Abgrund – vielleicht darüber hinaus – treiben. Ist dies zu verhindern, koste es, was es wolle, folgerichtig nicht aller oberstes Gebot!? Ich denke, das ist es, unumstößlich! Die Konsequenzen wären sonst katastrophal. 

Doch wie kommt man aus der Zwickmühle heraus, dass die Despoten dieser Welt die vermeintliche “Schwäche Europas“ (aus Gründen der Einsicht und Vernunft nicht mehr in den Krieg zu ziehen) schamlos für die Durchsetzung ihrer Interessen auszunutzen im Stande sind!? Darüber muss ich nachdenken. Sanktionen und politische Isolation kommen mir zwar in den Sinn, aber im Falle Nord Koreas, als Beispiel, scheinen sie wirkungslos. Was aber bleibt?

 

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