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Mit Rechts diskutieren

10 Okt

Wir haben es verlernt, uns mit Rechten auseinanderzusetzen.

Im Umgang mit Rechten bringt es nichts, über „unsere Werte“ zu sprechen (bspw. anlässlich der Beschimpfungen gegen Spitzenpolitiker zum Tag der deutschen Einheit). Denn Rechte fühlen sich als die Hüter konservativer Werte. Dahinter können sie sich mit Wortakrobatik verstecken – und das stundenlang.

Man muss sie wieder und wieder darauf zurückbringen, was dieses Land durch rechte Kräfte, vor allen den Nazis, erlitten hat. Man muss sie zwingen, Stellung zu der oft grausamen Diskriminierung von Menschen zu nehmen, die im Namen rechter Gruppen geschehen sind. Sie müssen in ihrem blanken Rassismus entlarvt werden, denn dieser lässt sich auch von ihnen argumentativ nicht halten.

Es geht darum, Menschen rechter Gesinnung darauf festzunageln, wie sich Deutschland als isoliertes Land in einer globalisierten Welt langfristig halten könnte. Denn das müssten sie uns entgegen vieler wirtschaftlicher Fakten erklären. Eines der besten Argumente gegen ihre Thesen ist wohl die Geschichte der damals isolierten DDR.

Man kann niemanden von seinem Rassismus abbringen. Aber man kann und muss diesen entlarven. Ich hoffe sehr darauf, dass offener Rassismus in unserer Gesellschaft nicht mehrheitsfähig ist oder jemals wieder sein könnte.

Ein ständiges Problem bei Podiumsdiskussionen ist, dass rechte Politiker ausweichen und wieder und wieder ins Geschwafel um Werte und nationale Identität abdriften wollen. Dagegen könnte eine klare Begrenzung der Redezeit von allen Diskutanten helfen, so wie zusätzlich das Recht eines Moderators, die Redezeit bei klaren inhaltlichen Wiederholungen oder Abschweifungen vorzeitig zu entziehen. (Gut wäre eine repräsentative Jury, die die Entscheidung des Moderators gegebenfalls korrigieren könnte, damit dessen Objektivität gewahrt bleibt.) Entscheidend sind die Zuhörer zuhause. Rechtsgesinnte Menschen achten nicht darauf, dass ihre Kandidaten sich ständig wiederholen. Ihnen muss deshalb möglichst objektiv aufgezeigt werden, dass die geäußerten Sätze ihrer Fürsprecher trotz ihrer Vielzahl einfach inhaltsleer sind.

Vielleicht würde auf diese Art entlarvt werden, dass z.B. AfD-Politiker keine konstruktiven Vorschläge für Probleme wie prekäre Arbeitsverhältnisse, demografischer Wandel und Globalisierung vorbringen, außer das Geld von Immigranten abzuziehen.

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