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Ein neuer Terror?

07 Jan

Ich bleibe dabei, dass das Ausmaß der Übegriffe gegen Frauen, sowie das zeitgleiche Auftreten in mehreren Städten Anzeichen für organisiertes Verhalten der Täter – kurz organisierte Kriminalität – geben.

In dieser Hinsicht hätte ich Verständnis dafür, dass die Verantwortlichen bei der Polizei das Gesamtbild nicht anhand von Einzeltätern festmachen wollten. Und deren Identitäten nicht an die Presse weitergaben.

Ich denke, das klingt plausibel. Aber umso schlimmer wäre dann, dass man die eigenen Streifenpolizisten so sehr im Stich gelassen hatte – während der Ereignisse, als eine Hundertschaft verweigert wurde, und danach in der öffentlichen Diskussion von Seiten Hr. De Meizeires zum Beispiel.

So oder so. Merkel trägt die Hauptverantwortung für diese Zustände.

Update (10.01.2015):

Justizminister Maas vermutet Planung hinter den Aktionen an Silvester.

Update (11.01.2015):

Polizei sieht keine Hinweise für geplante Aktion

Update (29.01.2015):

“Die Männer wussten genau, wie sie den Westen treffen.“

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9 Kommentare

Verfasst von - Januar 7, 2016 in Top Artikel

 

9 Antworten zu “Ein neuer Terror?

  1. aquasdemarco

    Januar 7, 2016 at 6:58 pm

    Ich denke, man sollte seinen Emotionen freien Lauf lassen und dann mit Ruhe die Sache sachlich betrachten.
    Man sollte unterscheiden zwischen möglichen, kriminell organisierten nordafrikanischen Männern und syrischen Jugendlichen und Männern.
    In Köln waren es nicht 1000 Nordafrikaner und nicht alles 1000 habe kriminelle Handlungen vollzogen.
    Grundsätzlich würde ich aber vermuten, dass es einen Aufruf über Facebook gab, dort zu *feiern*.
    Das ist scheinbar sehr schnell ausgeufert, was sicherlich auch an der Mentalität liegt.
    So ist ja auch die Hooligan Demo ausgeufert, auch hier eine Mentalitätsfrage.
    Nur kam es dort zu Gewaltorgien, nicht zu sexuellen Belästigungen und Übergriffen.
    Diese Insgesamt chaotische Situation haben einzelne Gruppen ausgenutzt.
    Das Thema der kulturellen und sozialen Unterschiede gehört sehr offen diskutiert.
    Sonst schaffen wir Randgruppen und schaffen es eben nicht, wir Frau Merkel sagt.
    Da sitzen überall junge Männer mit einem völlig anderen kulturellen Hintergrund in überfüllten Unterkünften, Sylvester hat sich Vielerorts das Testosteron entladen.
    Das gilt es anzusprechen, die Flüchtlingsarbeit wird von vielen ehrenamtlichen Menschen geleistet.
    Frau Merkel macht es sich recht einfach.
    Ich denke man muss den jungen Männer schnell verdeutlichen das wir ein Rechtsstaat sind der handelt.
    Das Problem der Nordafrikaner ist speziell in Köln und D-dorf seit 2-3 Jahren bekannt, warum man es nicht hinbekommt dem Einhalt zu gebieten bleibt ein Geheimnis der Beamten vor Ort.
    Vielleicht sollte wir alle einmal tief durchatmen anstatt unsere Zukunft in die Hände von Heil-Versprechern zu geben.

     
    • tinyentropy

      Januar 7, 2016 at 7:03 pm

      Ein rundherum bewundernswert tiefgründiger Kommentar und eine Aussage, der ich mich 100% anschließe.

       
      • aquasdemarco

        Januar 7, 2016 at 7:28 pm

        Sorry für Fehler, da via smartphone

         
  2. Sven Meier

    Januar 7, 2016 at 8:03 pm

    Moin, ich vermag vielem zuzustimmen, widerspreche aber, dass Frau Merkel die Hauptverantwortung für diese Zustände trägt. Das Thema ist m. E. viel zu komplex, siehe aquasdemarco, um eine(n) Hauptverantwortliche(n) auszumachen. Weder noch.
    Viele Grüße von der Ostsee

     
    • tinyentropy

      Januar 7, 2016 at 8:21 pm

      Frau Merkel hat die Lage nicht im Griff. Zuvor hat sie außerdem jahrelang die Flüchtlingsdramatik an den EU-Grenzen und die sich verschärfende Entwicklung in Syrien ignoriert. Die Unterfinanzierung der Polizei ist letztendlich auch ihr anzulasten. Doch am allerschlimmsten ist, dass sie total unsensibel mit den mindestens teilweise berechtigten Forderungen der PEGIDA-Demonstranten verfahren ist und offenbar annahm, dies mit der Flüchtlingssolidarität in den Hintergrund zu verdrängen. Jetzt fühlen sich Tausende bestätigt und wandern zu extremen Parteien ab. Das muss man Angela Merkel zur Last legen. Das war sehr ungeschickt, und wenig weitsichtig. Deutschland hat seit Jahrzehnten Probleme mit der Integrationsleistung. Da kann man einfach nicht von heute auf Morgen die Leute von außen in dieser Form Willkommen heißen.

       
      • Sven Meier

        Januar 7, 2016 at 9:38 pm

        Ok, ob Frau Merkel als Kanzlerin „die Lage noch im Griff hat“, mag angezweifelt werden. Richtig ist auch, dass sich Deutschland noch im Frühjahr l. J. recht unsolidarisch gegenüber den Süd-EU-Staaten verhalten hat, als die Solidarität wg. den vielen über das Mittelmeer kommenden Flüchtlingen Solidarität einforderten – so wie es heute Deutschland – Fr. Merkel – in der EU tut. Zu den „mindestens teilweise berechtigten Forderungen der PEGIDA-Demonstranten“: Die Umsetzbarkeit von Forderungen muss sich daran messen lassen, ob sie a) in der gesamten Gesellschaft tragfähig und b) ob sie mit nationalem und internationalem Recht vereinbar sind. Da gibt es bei den PEGIDA-Forderungen „mindestens teilweise berechtigten“ Zweifel. Und last but not least gibt es in Deutschland viele gute Integrationsbemühungen – oft auch von Ehrenamtlichen. Sicherlich nicht überall und sicher gibt es dabei auch noch viel zu tun – aber ich bin hoffnungsvoll, dass Deutschland aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Aber schön, dass wir unsere unterschiedlichen Meinungen austauschen können 😉

         
      • tinyentropy

        Januar 7, 2016 at 9:47 pm

        Das finde ich auch. Also zu den PEGIDEN. Im Kern schienen sie mir auf Probleme bei der Integration ‚hinzuweisen‘. Gut, sie nannten es Überfremdung. Aber ganz ehrlich. Manche Stadtteile in vielen deutschen Städten sind regelrecht verloren. Das gilt natürlich genauso für rechte Städte. Dagegen äußere ich mich ja auch immer konsequent. Aber auf die Ängste der Menschen mit einem Signal unkontrolliert geöffneter Schleusen zu antworten, ist doch irgendwie fahrlässig, denke ich. Natürlich ist die Lage nicht leicht. Es sind Flüchtlinge, die auch einen Anspruch haben. Aber wie lange ist Doublin nun schon außer Kraft gesetzt? Abgesehen davon hatte die deutsche Innenpolitik noch Mitte letzten Jahres die Flüchtlingszahlen völlig unterschätzt, selbst als sich die Notlage der Menschen in Syrien schon überdeutlich abzeichnete.

         
      • Sven Meier

        Januar 7, 2016 at 10:39 pm

        Ja. Auch wenn es Politiker verneinen, es gibt in manchen deutschen Städten die sog. „no go areas“, in die sich selbst die Polizei nur in Mannschaftsstärke traut. Das sind u. a. die „Fehler aus der Vergangenheit“. Was damals oft als der richtige Weg angesehen wurde, nämlich „gleich bei gleichen“ Wohnraum zu geben, stellt sich heute fatalerweise als eine kaum wieder in den Griff zu kriegende Ghettoisierung heraus. Deshalb strebt man heute – soweit ich das beurteilen kann – die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge an, um sie besser in die Gesellschaft integrieren zu können. Noch ein Satz zu Dublin, Dublin III: Diese EU-Verordnung über den Umgang mit Flüchtlingen ist m. E. das Papier nicht wert, auf der sie steht – und sie war wg. der nicht ordentlich geregelten Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU von vornherein zum Scheitern verurteilt. Was haben denn die Mittelmeer-EU-Staaten gemacht, als die Flüchtlinge kamen? Oder besser gefragt: was konnten sie machen? Das Ergebnis ist bekannt. Auch, dass die deutsche Regierung noch Anfang letzten Jahres die Situation unzureichend eingeschätzt hat. Ok, noch ein Satz zu den „geöffneten Schleusen“: Deutschland hat nichts anderes gemacht, als das sog. „Selbsteintrittsrecht“ im Sinne der Dublin III – Verordnung anzuwenden, statt die Flüchtlinge in die Länder zurückzuweisen, die als Eintrittsstaaten den Asylantrag hätten eigentlich aufnehmen und bearbeiten müssen. Genau wie die Schweden, die bis vor ein paar Tagen auch keine Flüchtlingen zurück nach Dänemark oder Deutschland rücküberstellt haben. „Es sind Flüchtlinge, die auch einen Anspruch haben.“ Richtig, mindestens auf menschenwürdige Aufnahme und Behandlung. Die waren im Sommer auf dem Balkan bis hin nach Ungarn nicht mehr gewährleistet. So kam es aus „humanitären Gründen“ zum Selbsteintritt Deutschland (und Schwedens). Hätten wir die Grenzen schließen sollen? Bestünde dann nicht die Gefahr, dass sich die Flüchtlinge illegal auf den Weg machen? Schon heute weiß niemand genau, wie viele illegale Migranten sich in Europa / in Deutschland befinden. Sicherlich mehrere Millionen, für Deutschland dürfte die Zahl bei rund einer halben Millionen liegen. Plus/minus. Wie ich schon in meinem ersten Kommentar sagte: das Thema ist sehr komplex 😉

         
  3. Bobby Struck

    Januar 23, 2016 at 4:47 pm

    Das Ausmaß ist schon beachtlich:

    „Silvester: BKA hat offenbar Übergriffe in zwölf Bundesländern registriert“

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/silvester-bka-soll-von-uebergriffen-in-zwoelf-laendern-wissen-a-1073532.html

     

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