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Science fiction – mitnichten

12 Jan

Eduard und Stefan sitzen in einem Überwachungsraum. Der Raum ist karg. Zwei Stühle, ein Tisch. Die beiden Männer sind erschöpft von den vorherigen Verhören. Auch die Tüte Chips auf dem Tisch spendet keinen Trost. Sie ist längst leer.

Bisher konnte man ihnen nichts nachweisen. Sie haben es beide geschafft, dicht zu halten, und sich nicht verraten. Nun wurden sie im Raum alleine zurückgelassen. Dass man sie filmt, wissen sie. Aber es gibt keine Mikrofone in der abhörsicheren Zelle.

Eduard beugt sich zu Stefan und sagt: “Ha! Sie können uns gar nichts nachweisen, die Schweine. Keine Chance. Wir haben die Leiche gut versteckt. Niemand wird sie im Theaterfundus suchen. Warum sollten sie.“ Dabei hält sich Eduard die Hand vor den Mund, damit man nicht von seinen Lippen ablesen kann.

Zehn Minuten später stürmen Polizisten die Zelle und verhaften die beiden. Man liest ihnen ihre Rechte vor: Ihre Aussage kann und wird vor Gericht gegen sie verwendet werden...
Sie hatten sich selbst an’s Messer geliefert und alles gestanden. Aber wie war das ohne Mikrofone möglich?

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9 Kommentare

Verfasst von - Januar 12, 2015 in Top Artikel

 

9 Antworten zu “Science fiction – mitnichten

  1. gnaddrig

    Januar 13, 2015 at 11:15 am

     
    • tinyentropy

      Januar 13, 2015 at 7:20 pm

      Hehe. Dachte ich’s mir doch, dass Ihr das schnell herauskriegt 😉 Auf Euch kann man immer zählen. LG

       
      • gnaddrig

        Januar 13, 2015 at 7:58 pm

        Das war nicht schnell herausgekriegt, sondern gewusst. Hatte den Artikel damals gelesen und mich jetzt an die Chipstüte erinnert. Und damit war es leicht, den Artikel wiederzufinden 🙂

         
      • tinyentropy

        Januar 13, 2015 at 8:03 pm

        Ja, das dachte ich mir schon. Aber das ist ja auch erlaubt 😉 Ich kannte diesen Artikel noch nicht und bin stattdessen über einen TED Talk auf das Thema gekommen.

         
      • gnaddrig

        Januar 13, 2015 at 8:16 pm

        So oder so faszinierend, was alles geht. Auch, dass ein neben der Tastatur abgelegtes Smartphone mit seinen Sensoren mit bis zu neunzigprozentiger Trefferquote die Tastenanschläge „mitlesen“ kann, wenn man eine entsprechende App drauf hat. Faszinierend und etwas beängstigend…

         
      • tinyentropy

        Januar 13, 2015 at 8:38 pm

        Mega beängstigend! Wie heißt denn die App?

         
      • gnaddrig

        Januar 13, 2015 at 8:42 pm

        Weiß ich nicht. Das war irgendso ein Forschungsprojekt, habe ich irgendwo drüber gelesen.

         
      • tinyentropy

        Januar 14, 2015 at 10:56 am

        Nun. Das erinnert mich an eine andere Meldung:
        http://www.tinyentropy.com/2013/12/20/schweigen-ist-gold/

         

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