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Deals next door

04 Jul

Düsseldorf ist eine Großstadt, wenn auch eine kleine. Zu einer solchen gehört auch eine Drogenszene, wer will das abstreiten!? Aber man könnte meinen, dass sich diese im Verborgenen bewegt, im Normalfall unauffällig bleibt. Schließlich kann es nicht im Interesse der Dealer sein die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zu ziehen. Denn die Polizei ist den Dealern ständig auf der Spur und macht ihnen das Leben schwer. Glaubt man.


Die Realität sieht freilich anders aus. In der Realität würde ein Blinder mit Krückstock erkennen, wo in Düsseldorf gedealt wird. Heute fuhr ich mit der U-Bahn in Richtung Innenstadt. Beim Verlassen des Ubahnhofs kam ich an einer Gruppe von 6-7 Schwarzafrikanern vorbei, die sich über die gesamte Fläche des Vorraums zum Ubahn-Eingang verteilt hatten. Auf den ersten Blick war zu erkennen, dass die meisten von ihnen Wache hielten, während in der Mitte jemand mit einem Kunden beschäftigt war. Es ist hier übrigens bekannt, dass Schwarzafrikaner an dieser Haltestelle mit Drogen dealen. Dem verlinkten Artikel kann man auch Gründe für die Duldung entnehmen. Offenbar lässt man die Szene dort gewähren, um den nahegelegenen Hauptbahnhof sauber zu halten. Angeblich würden sich die Dealer auch so schlau verhalten, dass es schwierig sei sie zu erwischen. Den Eindruck hatte ich aber überhaupt nicht. Noch deutlicher kann die Polizei es kaum erwarten. Aber allem Anschein nach geht die Polizei nicht gegen diese Leute vor. Warum auch immer. Ich finde das befremdlich. Es schürt auch meine Vorurteile gegenüber Ausländern, leider. Da bin ich sicher nicht der einzige.

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2 Kommentare

Verfasst von - Juli 4, 2014 in Gesellschaft

 

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2 Antworten zu “Deals next door

  1. lawgunsandfreedom

    Juli 6, 2014 at 11:38 am

    Das Problem gibt es wohl in jeder größeren Stadt. Um das Stadtbild “sauber” zu halten, werden neuralgische Plätze überwacht und da gibt es auch Polizeipräsenz. Die Szene wandert einfach ein paar Stationen weiter.
    Der “Kampf gegen Drogen” ist schon vor Jahrzehnten gescheitert. Jede Form der Prohibition erzeugt auch einen Markt, der von entsprechenden Gruppen bedient wird. Am einfachsten trocknet man so einen Markt aus, indem man die Prohibition aufhebt und statt dessen staatlich reguliert. So ist das in Portugal seit über 10 Jahren der Fall. Seit Anfang des Jahres in Amerika in Colorado und im Staat Washington. Die Erfolge sind sofort sichtbar: Die Kriminalitätsrate geht enorm stark zurück, Gelder, die zur sinnlosen Drogenbekämpfung eingesetzt wurden, werden für sinnvollere Projekte ausgegeben, die Steuereinnahmen steigen stark an.
    10.000de von bisher kriminalisierten Kiffern können dort jetzt legal ihrem Vergnügen frönen. Schädlicher als Alkohol und Tabak ist Cannabis nicht – eher ist das Gegenteil der Fall.
    Meine Vorurteile gegenüber Ausländern werden durch Dealer eher nicht befeuert. Ich kann Statistiken lesen und weiß, daß das nur eine winzige Minderheit ist. Der Sammelbegriff “Ausländer” ist mir auch zu pauschal. In jeder Gruppe von Menschen finden sich Untergruppen, die ihren Lebensunterhalt mit Verbrechen verdienen.
    Durch unsere Medien haben wir halt eine Aufmerksamkeits-, Skandal- und Sensationsökonomie durch eine völlig realitätsferne Gewichtung von Nachrichten. Mit einer sauberen Abbildung der Realität hat das leider nichts zu tun.

     
  2. David Engmann

    August 21, 2014 at 10:32 pm

    Wenn Drogen einfach nur legalisiert würden, dann gäbe es nicht so viel Probleme, in Holland geht es doch auch und Cannabis ist auch Medizin.

     

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