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Gefahr für die Zukunft – Warum ‚umsonst‘ nicht ‚kostenlos‘ ist

17 Feb

Wir alle füttern unentwegt die Datentöpfe großer Internetkonzerne und freuen uns über die für uns vermeintlich kostenlosen Internetdienstleistungen. Dabei weiß schon jedes Kind, in unserer Gesellschaft gibt es nichts umsonst.

Bisher wird meist diskutiert, dass wir durch Preisgabe unserer Daten private Details verraten. Aus dieser Perspektive geht es um den Datenschutz für Einzelpersonen. Dies ist ohne jede Frage von großer Bedeutung. Denn die Gefahr beruflich wegen bekanntgewordener persönlicher Geheimnisse diskreditiert zu werden, womöglich einen Job erst gar nicht zu bekommen, ist real.

Aber man darf nicht vergessen auch eine weit gefasste Perspektive einzunehmen. Das Stichwort heißt 'big data' und meint den enormen wirtschaftlichen Informationsschatz, den z.B. soziale Netzwerke wie Facebook für Firmen darstellen. Für sich genommen harmlose Informationshappen vieler einzelner User sind in Summe erstaunlich aussagekräftig über soziale Milieus. Die daraus ableitbaren Muster würden es zum Beispiel Banken erlauben Menschen mit bestimmten Interessensprofilen keine Kredite zu geben, oder die Betroffenen könnten zukünftig als Kunden von Versicherungen ausgeschlossen werden.

Mit seinem neuen Buch 'Wem gehört die Zukunft' greift der Internetpionier Jaron Lanier dieses Problem auf und erklärt, dass 'big data' die treibende Kraft hinter der von Google unterstützten 'Umsonst'-Kultur im Netz ist.

All das klingt für unsere Ohren bereits vertraut und will kaum noch Beunruhigung – geschweige denn Protest! – bei uns erzeugen. Wir haben uns an diesen Deal gewöhnt. Aber wir verkennen die großen Gefahren dieser Entwicklung, wie zum Beispiel drohende Massenarbeitslosigkeit und politische, wie auch wirtschaftliche Ohnmacht. Die 'Umsonst'-Kultur lässt nur noch die großen Player im Internetbusiness Geld verdienen, viel Geld. Aber die normalen User, die in Wirklichkeit die Inhalte generieren, tun dies ohne dafür entlohnt zu werden. Sie leisten Frohndienste ohne sich dessen bewusst zu werden. Man könnte es die 'Content Mafia XXL' nennen. Lanier sucht nach Konzepten, um dies zu ändern. Ich empfehle Euch einen Beitrag aus der Sendung Titel, Themen, Temperamente über Laniers Buch.

Von meinem Smartphone geschrieben

 

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