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Warum es die Große Koalition geben wird

21 Sep

Schwarz-gelb hat entgegen ihrer fleißig vorgetragenen Angaben eine katastrophale Bilanz vorzuweisen. Aber nur die FDP wird dafür abgestraft. Die Leute bejubeln andererseits wie blöde die Union und verschließen vor allem offensichtlichen Ungemach die Augen. Das ist ungerecht, irrational und doch verständlich. So sind die Menschen eben.

Die Finanzkrisen der letzten Jahre sind unser 9-11, der Zusammenbruch unserer Souveränität. Das wirkt unverändert nach. Die Menschen sind tiefer verunsichert als sie sich selbst eingestehen möchten. Ein Gefühl verbindet: Jetzt ist nicht die Zeit für politische Experimente! Mut scheint fehl am Platze, es wäre zu riskant. Es ist die Zeit für eine konservative Wahlentscheidung – so wie in Bayern. Und noch konservativer als schwarz-gelb ist eben die Große Koalition.

 

Die Finanzkrise hat alles drastisch verändert. Es ist nicht lange her, da wurde die liberale Forderung „Mehr Netto vom Brutto“ von der Mehrheit der deutschen Bevölkerung belächelt, weil es Konsens war, dass die Staatsfinanzen saniert werden mussten. Eine Legislaturperiode später ist Schluss mit der Bereitschaft der Menschen, Steuererhöhungen zu akzeptieren. Nicht einmal für den kleinen, wirklich gut verdienenden Anteil der Bevölkerung.

Schade ist es, dass so viele Menschen nicht bemerken, dass sich ihr Wunsch nach mehr Sicherheit nur durch nötige Reformen umsetzen lässt. Dazu braucht es Ideen und Tatkraft. Kurzum, es braucht jemand anderen als Merkel. Leider schneidet Peer Steinbrück kaum besser ab.

Die Agenda 2010 war mutig, notwendig und in vielen offensichtlichen Aspekten von Grund auf schlecht in die Wege geleitet. Deshalb sind viele Korrekturen nötig. Aber es kann nicht richtig sein, dass nun ausgerechnet Merkel dafür die Loorbeeren einstreicht. Ihre Partei und sie selbst waren für diese Entwicklung weder der Ideengeber, noch deren Antrieb bzw. Korrektursteuerung. Sie waren nur opportunistische Nutznießer. Dasselbe gilt für die völlig überhastete Energiewende. Ausgerechnet das CDU Wahlprogramm enthält keinen Plan dafür, wie dies umgesetzt werden soll. Im Gegensatz zu den anderen Parteien. Wie kann es noch offensichtlicher werden, dass die CDU außer ihrem konservativen Image nichts zu bieten hat bei dieser Wahl.

Auf meinem Handy geschrieben.

 

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2 Kommentare

Verfasst von - September 21, 2013 in Politik

 

2 Antworten zu “Warum es die Große Koalition geben wird

  1. Anonymous

    September 21, 2013 at 2:57 pm

    Von Beginn an stünde diese von der Mehrheit der SPD abgelehnte Koalition natürlich unter begrenztem Haltbarkeitsdatum. Und darum will auch Merkel sie möglichst vermeiden. Wann immer sie wollte, könnte die SPD schließlich die alternative Mehrheit mit Grünen und Linken aktivieren.
    RRG wäre geboren.

    „Wir wären Hasardeure, wenn wir mit der Linkspartei in ihrem jetzigen Zustand eine Koalition bilden würden oder uns tolerieren lassen würden – das kann in drei, vier, fünf, sechs Jahren anders sein“, sagte Steinbrück gestern völlig zutreffend.

    Mit einer AfD im Bundestag

    sähe die Sach- und Machtlage von Sonntag an völlig anders aus. Denn dann ist nach Umfragen nicht nur Rot-Grün völlig illusorisch, sondern auch Schwarz-Gelb hinfällig, sogar dann, wenn Union und FDP bei 45 Prozent landen würden. Je nach Abschneiden der GRÜNEN wäre theoretisch auch noch ein schwarz-grünes Bündnis möglich. Weil Union und FDP die eurokritische AfD nicht als Koalitionspartner akzeptieren, bleibt dann nur noch eine Möglichkeit: Die große Koalition der beiden sozialdemokratischen Volksparteien CDU und SPD. Da in diesem Fall für die SPD das Drohungspotenzial mit der rot-rot-grünen Option entfiele, handelte es sich bei dieser Variante um die deutlich stabilere Konstellation einer Großen Koalition. Also: Wenn schon…

    In diesem Sinne

    Mike

    http://www.piratenlogGer.de

     
    • tinyentropy

      September 21, 2013 at 3:04 pm

      Ebenfalls zu erwähnen wäre auch die Gefahr für die SPD ein weiteres mal in einer Großen Koalition aufgerieben zu werden.

       

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