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Mit zweierlei Maß

07 Mai

Wenn in Deutschland ein 25 Cents Pfandbon unterschlagen wird, gilt dies als Kündigungsgrund. Wenn aber Uli Hoeneß millionenfachen Steuerbetrug begeht, darf er seinen Job behalten. Was soll man nun darüber denken? Ich finde es sehr beschämend.

Fast hilflos klang heute morgen die Nachrichtensprecherin als sie darauf hinwies, dass eigentlich mit der offiziellen Absetzung von Uli Hoeneß gerechnet worden war. Es könne schließlich nicht im Eigeninteresse der hochrangigen Firmen im Aufsichtsrat von Bayern München sein, sich solidarisch mit jemandem zu zeigen,der sich der Steuerhinterziehung strafbar gemacht hat. Das ginge auf Kosten des Images. Aber so sind die Zeiten in Deutschland nicht. Der an die Wand gemalte Imageverlust wird sich nicht ergeben. Die Mehrheit der Deutschen ist längst gegenüber solchen Dingen abgestumpft. Steuerhinterziehung wird als ein Kavalliersdelikt empfunden. Und das wissen auch die Herren in dem Aufsichtsrat. Die öffentliche Empörung über Uli Hoeneß weicht ob dies längst einem Gefühl von Überdrüssigkeit. Das Thema ist gefühlt durch. Und das ist schade.Wieder einmal wurde ein Thema in den Medien verheitzt, ohne dass dabei etwas herum kam. Der öffentlichen Moral in Deutschland ist damit ein Bärendienst erbracht worden. Ich finde die Entscheidung des Aufsichtsrats falsch!

 

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Verfasst von - Mai 7, 2013 in Gesellschaft

 

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