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Crowd funding XXL

29 Apr

Schaut Euch mal diese Meldung hier an: Fans finanzieren Braff-Film in Rekordzeit. Um es an dieser Stelle kurz vorweg zu nehmen. Der Star aus der Serie „Scrubs – Die Anfaenger“, Zach Braff, hatte seine Fans ueber die Webseite www.kickstarter.com dazu aufgerufen, fuer die Umsetzung eines von ihm geplanten Filmprojekts zu spenden. Und das taten sie: Innerhalb von wenigen Tagen wurden mehr als 2 Mio. US-Dollar gespendet!!!

Ich finde das total faszinierend. Es knuepft an einen alten Artikel meiner Seite an: Im Schatten der Interessen der Musikindustrie. Offensichtlich ist es doch gut moeglich an der Vermarktungsmaschinerie grosser Labels vorbei Filme und Musikalben umzusetzen. Die offenkundige Spendenbereitschaft der Fans hat mich zumindest total ueberrascht.

Ich kann mir zwar denken, dass es viele potentielle Risiken bei dieser Art der Projektplanung gibt, besonders fuer die Spender. Aber ich fand diese Meldung echt bemerkenswert. Was denkt Ihr?

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4 Kommentare

Verfasst von - April 29, 2013 in Gesellschaft, Netz

 

4 Antworten zu “Crowd funding XXL

  1. marien86

    April 29, 2013 at 7:51 pm

    Hallo tinyentropy,

    du hast geschrieben: “ dass es viele potentielle Risiken bei dieser Art der Projektplanung gibt, besonders fuer die Spender.“ Ein Agieren im Markt ist immer mit Risiken behaftet, die sind auch nicht potentiell, die sind einfach da. Croudfunding beseitigt auch keine Ungleichheiten, es kann diese sogar noch verstärken. Klar, wenn ich bereits eine Community um mich habe, fällt es leichter Geld, Zeit und Aufmerksamkeit einzusammeln. Andere müssen sich dies noch erarbeiten. Wie heißt es doch in der Bibel “ wer hat, dem wird gegeben.“

    Aus einer soziologischen Sicht überrascht mich dies überhaupt nicht. Hier werden die losen Strukturen zwischen Fans und Künstler gestärkt. Man kann direkt unterstützen und am Fortschritt partizipieren. Eine Art „Wir-Gefühl“ entsteht. Es gibt viele solcher Projekte im kleineren Rahmen, nicht nur zu Kultur.

    Da geht noch was!

    Gruß, David Marien

     
    • tinyentropy

      April 29, 2013 at 8:43 pm

      Ja, das trifft ganz gut meine diffusen Bedenken bei der Sache.

       
      • marien86

        Mai 4, 2013 at 5:20 pm

        mal etwas ketzerisch gefragt, sollen denn Strukturen ermöglicht werden, die gleichen Zugang zu ökonomischen Ressourcen gewähren? Klar ist es für den „kleinen“ Sammler ärgerlicher, wenn er mehr Aufwand treiben muss als die Großen. Und es ist ärgerlich, wenn bestimmte Quantitäten an Geld und Zeit nicht erschlossen werden können, Andere aber dies schaffen!

        Soll nun eine Instanz den Gral der Gleichheit definieren? Crowd funding ist kein marxistisches Kampfinstrument. Es bietet die Möglichkeit von vielen Leuten kleine Beträge einzusammeln. Aufwand und Kosten werden reduziert. Dass ermöglicht, das Projekte schneller finanziert oder gar erst zustande kommen.

        Man kann es positiv wenden: cf ermöglicht, dass am Anfang eine kleine Gruppe aufmerksam wird. Im Laufe zahlreicher Projekte wächst die Gruppe und deren Ressourcen. cf definiert keine institutionellen Schranken, wie sie bei Banken oder Teilhabern existieren. Es ermöglicht, dass schneller sondiert werden kann, wo Bedürfnisse auf deren Befriedigung treffen.

        Es ist gerade der Witz bei Angebot und Nachfrage, dass beides am Anfang auseinander fällt, im Verlauf sich aber ein Gleichgewicht bildet. Der kleine Sammler etabliert genauso dieses Gleichgewicht wie der Große. Nur, Angebot und Nachfrage liegen beiden in unterschiedlichen Quantitäten vor. Wer groß wird (oder umgekehrt) dass bestimmen (im besten Fall) ausschließlich die Konsumenten.

        Gruß, David Marien

         

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