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Wenn Mandarinen ein Säurebad nehmen

18 Dez

Die Pro7-Sendung „Galileo“ ist lehrreich. Eine Erkenntnis, die mich ein ums andere mal ereilt. Heute ging es um die Frage, wie Mandarinenfilets in die Dosen kommen. Klingt für's erste ziemlich unspektakulär, das gebe ich zu.

Aber ich sage Euch, die Sache hat es in sich!

Stellt Euch doch mal Dosenmandarinen vor! Wie sehen diese aus?

Die Filets sind makellos. Keine Reste von Schalen, intaktes, saftiges Fruchtfleisch! Einfach appetitlich! Doch welche Technologie kommt dafür zum Einsatz? Wie sieht er aus, der perfekte Schälroboter?

Es kommt anders als gedacht. Es kommt… kein Roboter zum Einsatz. Es ist alles Handarbeit und wird aus diesem Grunde in China erledigt. Dort vor Ort wachsen auch die dazu verwendeten Mandarinen. Es ist eine Heidenarbeit, alle Mandarinen zu schälen und in einzelne Stücke zu zerpflücken. Um ehrlich zu sein, alleine an diesem Punkt war ich schon überrascht, dass das alles in Handarbeit geleistet wird. Aber es kommt noch erstaunlicher.

Denn am Ende dieser Arbeit befindet sich noch ein dünnes Häutchen rund um jedes Mandarinenstückchen und die Frage stellt sich, wie bekommt man es geschickt entfernt.

Und das wird mit Salzsäure gemacht. So ähnlich wie die Verdauungssäfte unseres Magens arbeiten. Also schwimmen Hunderttausende von Mandarinenstückchen durch ein viele Meter langes Säurebad und werden künstlich anverdaut! Wer hätte das gedacht!?

Zum Schluss geht's ab in die Dose, Zuckerwasser on top und schon wird das ganze konserviert. Als Konserve wandert die Dose mit Millionen anderen zu uns in den Supermarkt und wer ahnt beim Verzehr, was die Stückchen schon erlebt haben.

 

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7 Kommentare

Verfasst von - Dezember 18, 2012 in Lebensmittel, Natur, Verschiedenes

 

Schlagwörter:

7 Antworten zu “Wenn Mandarinen ein Säurebad nehmen

  1. wildgans

    Dezember 18, 2012 at 10:44 pm

    Danke für diese Infos! Da kann es einem übel werden. „Anverdaut“…..
    Sonja

     
    • tinyentropy

      Dezember 18, 2012 at 10:50 pm

      🙂 „Salzsäure“ alleine klingt natürlich besser ;p

      LG

       
  2. swissophthal

    Dezember 19, 2012 at 12:56 am

    … Dazu indirekt, oder sogar direkt: Galina Schatalova „Wir fressen uns zu Tode“. Gutes Buch, sehr lehrreich, sehr gut geschrieben. Lesenswert……

     
  3. calichino

    Dezember 19, 2012 at 3:49 pm

    Sehr interssant. So offensichtlich und trotzdem habe ich mich noch nie gefragt wie das eigentlich funktioniert. Schon fragwürdig. Aber wird die Säure nicht nochmal abgeduscht? Schade, dass das Ganze überhaupt als nötig erachtet wird.

     
  4. yt

    Dezember 19, 2012 at 6:37 pm

    Fahr mal zu einer Konservenfabrik und schau dir an wie versch. Gemüse geputzt und gewaschen wird 🙂

    Mit der Lieferung des Gemüses, ist so manches Kleintier dabei, das kommt rund-geschält aufs Fließband.

    Anschließend haben wir (damals in der 8 oder 9 Klasse) unsere Kaugummis hinzugespuckt und mit angeschaut wie sie ins Glas / Dose abgefüllt wurden. So waren wir – unbekümmert, naiv, leicht doof und selten kritisch.

    Manchmal würd ich gern wieder so blöd sein. Das Leben war so einfach.

    Mit simplen Grüßen,
    yt

     
  5. exvitro

    März 6, 2013 at 12:41 am

    Wieder ein Mysteium gelöst. Ich habe mich immer gefragt warum die matschig sind und nicht knackig wie frische Mandarinen. Habe es immer auf lagerung in der Flüssigkeit zugeschoben.

     

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