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Proteste in Ägypten

25 Nov

Da möchte sich ein Präsident unbeschränkte Macht verschaffen und die Menschen gehen auf die Strassen, um dies zu verhindern. Ich muß sagen, dass ich die Menschen in Ägypten für ihren Willen und ihr Durchhaltevermögen bewundere. Man hört so oft von undemokratischen Regimen in der arabischen Welt und es wird der Eindruck vermittelt, dass sich die Menschen das gefallen ließen. Aber Ägypten ist ein Beispiel für das Engagement der Bürger, von dem auch wir uns eine Scheibe abschneiden könnten. Hoffen wir, dass es in Ägypten ein gutes Ende ohne Blutvergießen geben wird. Dies wäre für die gesamte Region ein gutes Signal.

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4 Kommentare

Verfasst von - November 25, 2012 in Tiny's Gedanken

 

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4 Antworten zu “Proteste in Ägypten

  1. marien86

    November 26, 2012 at 5:42 pm

    Hallo tinyentropy,

    kann es sein, dass du diesem öffentlich vermittelten Eindruck erliegst? Ohne Fakten bei der Hand zu haben wage ich die These, dass es in allen arabischen Ländern eine Zivilgesellschaft gibt. Natürlich sind die unterschiedlich stark ausgeprägt, die jeweiligen politischen Systeme besitzen unterschiedliche Akzeptanz bei ihren Völkern, die jeweiligen politischen Systeme wirken unterschiedlich stark.

    Die Frage lautet doch: wer engagiert sich wofür, weshalb, mit welchem Mitteln? Als Politikwissenschaftler frage ich nach der Ausprägung des Engagements. Nicht „ob“ sondern „wie stark“ wie effektiv.

    Wie viele Scheiben sollen wir uns denn bitte genau abschneiden? Ich kann dir hier in der Region von mehreren Initiativen berichten, die per Volksentscheid ein Nachtflugverbot am BER durchsetzen wollen. Stuttgart 21? Pro Reli? Das Kippen der hamburgischen Schulreformen (per VE)? Etliche Vereine, Organisationen, Lobbygruppen, die mal mehr, mal weniger erfolgreich sind? Masse (i. S. v. Massendemonstrationen) ist eben kein Beleg für politische Effizienz. Sage mir genauer, wo es an Engagement fehlt, wir können drüber diskutieren. Gerade im Bezug auf die jüngere Berichterstattung zum Thema verwundert mich dein Statement. Keine Massenmedien im letzten Jahr konsumiert?

    Wie gesagt, wir können gerne über die Effektivität der deutschen Zivilgesellschaft debattieren. Dass wir uns hier an den Ägyptern orientieren sollen, zeugt doch von einer Umkehrung der Tatsachen.

    Gruß, David Marien

     
    • tinyentropy

      Dezember 1, 2012 at 7:00 pm

      Lieber David,

      es ist so, dass ich dem klassischen „deutschen Wutbürger“ in Stuttgart wenig abgewinnen kann. Siehe dazu meinen passenden Kommentar in der Sache:

      https://tinyentropy.com/2012/01/30/stuttgart-21-eine-unendliche-geschichte/

      Ich denke, dass dies Protestbewegungen sind, die sich mehr um sich selbst als um die Sache drehen.

      Die Menschen in Ägypten, Lybien und anderen Ländern stehen für ihre Sache teilweise mit ihrem Leben ein. Ob sie dies zurecht tun oder nicht kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Aber es nötigt mir Respekt ab. Mir persönlich. Denn ich weiss nicht, ob ich dazu fähig wäre.

      Als ich auf der Occupy-Wallstreet Demo war habe ich viele sehr engagierte Menschen gesehen. Aber die Menschen in meinem Umfeld wollten sich alle nicht beteiligen.

      Ich stehe mit dem Befund nicht alleine da, dass wir deutschen im Vergleich z.B. zu den Franzosen eine andere Protestkultur haben und viel Autoritätshöriger sind. Da kann man gut und gerne immer mal wieder mit dem Finger drauf zeigen, wie ich finde.

       

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