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Nicht alles Gold, was sich glänzend präsentiert

10 Nov

Salz war mal so wertvoll wie Gold, aber das ist sehr lange her. Jetzt bekommt man es für 19 Cents im Supermarkt hinterhergeworfen. Da frage ich mich manchmal, wie sich das bei der Herstellung noch rechnen kann, denn es muss abgebaut, aufbereitet, verpackt und transportiert werden und Handel und Hersteller wollen sicher auch noch etwas dabei verdienen. Einige Nahrungsmittel sind in Deutschland erstaunlich günstig.

Weil das so ist, müssen sich die Hersteller / Handelsvertretungen was einfallen lassen. Und ein Beispiel dafür ist Himalayasalz.

Heute habe ich im Supermarkt ein Angebot entdeckt: Himalayasalz in verschiedenen Kräuter- / Chiliabschmeckungen. Die Packung für 1,79 Euro. Das Salz hat eine leicht rosa Farbe. Weil ich mir vor kurzem Meersalz gekauft hatte, in der Überzeugung, dass es besser schmeckt als normales Speisesalz, wollte ich bei der Gelegenheit meinen Salzhaushalt ergänzen. Natürliches, unbehandeltes, ursprüngliches Bergsalz aus der Himalayaregion regte meine Fantasie an.

Wie so oft, habe ich mich für die Natur der Produkte interessiert und fand schnell einen Wikipedia-Artikel über Himalayasalz. Und in diesem Artikel wird das Produkt doch ganz schön entzaubert. Unter anderem liegen die Salzstöcke zwar in einer Region nahe dem Himalaya, aber mit echter Bergidylle hat das wenig zu tun. An anderer Stelle las ich, „dass sich das Himalayasalz von normalem Salz bloss durch geringfügig mehr Verunreinigungen unterscheide“, so ein Mineraloge. Wenn das so ist, dann hätte man sich den Transport hierhin und ich mir meinen Kauf gut sparen können. 😉

Sicher habt Ihr auch schon mal zu vermeintlich besonders tollen Lebensmitteln gegriffen und später erfahren, dass da doch nur mit Wasser gekocht wurde. Schreibt das gerne in die Kommentare.

Wichtig ist, dass man ohnehin möglichst wenig Salz zu sich nehmen sollte. Das habe ich in diesem Zusammenhang noch einmal nachgelesen. Als Erwachsener nur max. 6 Gramm pro Tag. Ich befürchte, dass ich diesbezüglich weit darüber liege, da ich gerne Salz über meine Speisen streue. Unfassbar, es gibt in Sachen Ernährung so viele einzelne Dinge zu beachten.

 

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4 Kommentare

Verfasst von - November 10, 2012 in Natur, Nur so...., Verschiedenes

 

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4 Antworten zu “Nicht alles Gold, was sich glänzend präsentiert

  1. mechentel

    November 10, 2012 at 11:50 pm

    „Unfassbar, es gibt in Sachen Ernährung so viele einzelne Dinge zu beachten.“ Das eigentlich nur, weil es so viel zu kaufen gibt. Die richtige Ernährung ist im Prinzip sehr einfach. Wir sind es,die es sich kompliziert machen.
    Wir schauen in den Supermarkt und lassen uns duch die Fülle an Etiketten und Ver- und Bezeichnungen gerne in einen Dschungel ohne Rettung führen. Hier die Bio-Regale, da die Gesundheitsregale mit Tee und Salben, dort die Regale mit Produkten aus fairem Handel, hier noch ein Paar Regale mit Produkten aus Deutschland, Asien, Frankreich, USA, Griechenland, etc
    UND um die ganze Sache abzurunden, steht noch ein kleines Bäcker-Eckchen nach der Kasse parat, um uns einen „guten“ Kaffee und ein Paar „frische“ Teilchen als Belohnung für den anstrengenden Einkauf zu offerieren. Das nehmen wir doch gerne in Anspruch, denn das ewige Warten in der Schlange an der Kasse forderte ihren Tribut!. Ach, ja und dann, weil es so lecker war, bekommen wir ganz kurz nach dem Eingang, noch eine kleine Überraschung offeriert. Der kleine Anhänger des Griechen mit den so leckeren eingelegten Oliven und Tomaten und das schöne Fladenbrot, das wir im Regal des Supermarktes liegen gelassen haben, lacht uns jetzt erneut an und wir können nicht dran vorbei.

    Was da alles drin ist, ist uns jetzt egal. Das mühselige Lesen der Zutaten aller Produkte, die wir im Supermarkt uns angeschaut hatten, hat uns müde gemacht und machtlos.

    ABER.
    Wer im Supermarkt einfach nur nach Ernährung sucht, wird schnell fündig.
    Tiefkühlgemüse – ohen Zusätze- ist besser als das angebliche frische Gemüse, das Tagelang über Kontinente hinweg transportiert wurde. Dann noch möglichst Vollkornprodukte und wenig Milchprodukte. Zu trinken, reicht Wasser! Mit Tee aus Fairem Handel und Bio-Siegel ist man auch nicht so schlecht beraten.
    – Wenn man mit 10 Eiern 14 Tage auskommt, kann man diese am Samstag auf dem Markt auf dem Demeter-Stand zu 40 Cent das Stück kaufen. Macht 4 Euro für 10 Eier. Dann dort noch schnell 1 Liter Milch. Der muss eine Woche Reichen für eine Person. Wenn man es ganz gesund haben möchte, noch 1 Kopf Salat, einige Früchte vom Demeter Stand oder eben auch im Supermarkt.
    – An die Kasse, bezahlen, am Bäcker Stand vorbei gehen, ohne ihn zu beachten, es sei denn, man möchte wirklich ein Brot kaufen, das genau da besser ist als anderswo. Dann raus!

    Zuhause angekommen, Wasser trinken, was vom eingekauften zubereiten und Essen. Der Rest ist Sport, frische Luft, gesunde Einstellung zum Leben und viel Ruhe und Harmonie.
    Dann gibt es „in Sachen Ernährung“ nicht “ so viele einzelne Dinge zu beachten.“

    Natürlich kämpfe ich mich manchmal auch durch die Gewürzregale und lasse mich in die Irre führen. Aber selten. Meeresalz, Pfeffer, Harrisa und ein Paar Kräuter aus der Tiefkühltruhe reichen schon um alles möglche schmackhaft anzurichten. Ob Salz mit Schili oder mit Kräutern zusamme
    in einer Dose für teuer Geld zu kaufen sind, lässt mich kalt. Oft ist weniger mehr.

     
    • tinyentropy

      November 11, 2012 at 12:44 pm

      Wie recht Du hast. Eigentlich ist eine gesunde Ernährung nicht so schwer. Aber in unserem Arbeitsalltag eben doch. Denn hier geht es nicht nur um das Sattwerden, sondern auch um den Genuss, der uns einen stressigen Tag versüßen soll.
      Wenn ich z.B. eine Bergtour zum Wandern unternehme, dann habe ich meist einfach Hunger und es ist mir egal, was ich dann esse. Aktivität geht meist damit einher, dass wir wirklich Hunger haben, und weniger Appetitt auf etwas leckeres. Leider ist ein Tag im Büro damit nicht vergleichbar. Und Arbeit im Hirn auch nicht.
      Und hinzu kommt noch, dass man so bald man ausser Haus essen muss, nur sehr wenige Möglichkeiten findet etwas vollkommen gesundes zu bestellen.
      Am Ende gilt aber, da gebe ich Dir Recht, „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“.
      Lieben Gruss

       
  2. exvitro

    November 11, 2012 at 1:41 pm

    Hey,

    Ernährung ist so kompliziert oder so einfach wie man es will. Versuche einfach als Regel – iss nichts was schon zubereitet wurde. Damit bist Du auf der richtigen Spur. Tiefkühlgemüse (wie mein Vorredner geschrieben hatte) ist da eine Ausnahme. Mit Milch stimme ich ihm aber nicht zu – Milch und Milchprodukte sollte man schon essen (es sei den man hat eine Unverträglichkeit). Eier kann man auch mehr Essen als 10 in 2 Wochen 😉

    Salat hingegen würde ich mir nie kaufen – die meisten Salatsorten haben einfach NICHTS an Nahrungsstoffen. Besser ein Salat mit Zwiebeln, Tomaten, Gurken, Paprika etc. Mit etwas Olivenöl oder unraffiniertes Sonnenblumenöl (das hat nämlich sehr tollen Geschmack und ist auch gesund).

    Fleisch eher weniger essen aber dann von natürlich ernährten Tieren. Das ist nämlich das was ein grosses Loch in das Essensbudget machen kann.

    Zum Frühstück anstatt Brötchen und Marmelade – Haferbrei. Mit Nüssen, Bananen, etwas Salz ;), Zimt Rosinen oder was man sonst will. Da kann man gut seine Fantasie einsetzen. Da es eine längere Zeit dauert den richtigen Haferbrei zu kochen (nicht vergessen – nichts was ein Mensch gemacht hat, also auch kein Müsli – sind sowieso meist ungesund. Da zu viel Zucker. Ausserdem muss Hafer zerkocht werden damit man es besser verdauen kann. Unzerkochtes Getreide kann Probleme verursachen) kann man es am Vorabend mit heissem Wasser eingiessen, bedecken. Morgens braucht man es dann nicht mehr so lange kochen.

    Ausserdem – es schadet auch nicht ab und zu mal zu hungern. Da gibts ein sehr interessantes Buch auf englisch „Eat, Stop, Eat“ dort redet er darüber das es gut ab und zu fastperioden von ca 24 Stunden einzulegen. Mit Studien und Belegen. So muss man auch nicht wenn man ausser Haus ist ungesundes Essen essen 😉 Ausser es ist eine gesellschaftliche Veranstaltung natürlich.

    Ich werde bei mir im Blog mehr über gesunde Ernährung (aus meiner Sicht) auch schreiben. Bin zwar kein Ernährungswissenschaftler aber das ist ein Thema was mir sehr wichtig ist – denn Essen ist das was viele Menschen heute krank macht.

    Was Salz angeht, kauf das billigste Salz was Du bekommen kannst. Mit Jod aber am besten ohne Fluorid. GIbt es bei Kaufland. Alles andere ist ein Marketingtrick. Salz ist immer NaCl. Egal ob aus dem Meer oder als Halit. Und auch wenn es marginal anders schmecken sollte (wegen Verunreinigungen – nicht negativ gemeint) ich wage es zu bezweifeln das du es im Essen bemerkst.

    Kauf am besten keine Mischungen auch. Mach sie selbst. Kannst sie so besser an Dein Geschmack anpassen, verfeinern etc. Auf die Dauer ist es auch kosteneffektiver. Las dich nicht vom Hype blenden, Du bist doch ein Wissenschaftler – geh in die Natur der Sache!

     
  3. mechentel

    November 11, 2012 at 8:33 pm

    ja, die liebe Ernährung :-)). Ich kann mir vorstellen dass tinyentropy nach der Arbeit, Lust auf kreatives Kochen hat, das schnell, gesund aber auch mit einer originellen Note zuzubereiten ist. Und da kommen die verflixten Salze, gekreutzte Gewürze und was weiss ich noch alles ins Spiel. Himalaya Salz, sieht toll aus, der Hersteller suggeriert Extravaganz, Top Natürlichkeit und mit dem Wörtchen „Himalaya“ ist man schon beim Kauf des Salzes zum „Weisen“ mutiert. Aber ganz normales Meeressalz ohne „Rieselfein aus dem Labor“ tut es auch und bringt eine echte Briese Meer ins Essen. Ein Kopf Salat zubereitet wie von exvitro vorgeschlagen, schmeckt super und man spart sich das doofe Lesen der ganzen Liste auf dem Etikett des Himalaya Salzes :-))

     

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